Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten So soll das neue Zentrum aussehen
Region Isernhagen Nachrichten So soll das neue Zentrum aussehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 15.10.2017
Von Frank Walter
Wie soll der Bereich rund ums Rathaus zum Zentrum Isernhagen umgebaut werden? Die Vorlage des städtebaulichen Entwurfs liefert Antworten. Quelle: Frank Walter
Altwarmbüchen

Auch Bürgermeister Arpad Bogya weiß um die „gewisse Zähigkeit“, mit der die Planungen für den Umbau der Altwarmbüchener Ortsmitte mittlerweile in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Aber das sei der komplizierten Materie geschuldet – „und auch ich habe das anfangs unterschätzt“.

Doch mit der öffentlichen Vorstellung des städtebaulichen Entwurfs in der nächsten Woche biegt die Planung für die Umgestaltung des Zentrums Isernhagen endlich auf die Zielgerade ein. 3,8 Millionen Euro – zwei Drittel davon kommen als Förderung von Bund und Land – stehen bereit, um in den nächsten Jahren verbaut zu werden. Und wenn auch die nächsten Planungsschritte, politischen Beschlüsse und Ausschreibungen erfolgt sind, dann sollen im zweiten Halbjahr 2018 endlich die ersten Bagger an der Bothfelder Straße rollen.

Zunächst müssen aus Sicht der Planer städtebauliche Raumkanten festgelegt werden. Erste Priorität soll ein dreigeschossiger Kopfbau auf dem heutigen Parkplatz der Ladenzeile haben, in dem zentrums­affine Nutzungen untergebracht werden könnten. Zugleich würde dieser Bau dem Platz als westliche „Raumkante“ dienen.

Zweite Priorität soll eine bauliche Veränderung des Gebäudes Bothfelder Straße 31/33 (unter anderem mit Posthof, Optiker, Sparkasse) bekommen. Im Oktober soll die Politik beraten, ob die Gemeinde vom Vorkaufsrecht Gebrauch machen soll. Mit einem Abriss der eingeschossigen Gebäudeteile würde der Rathausplatz wachsen. Mit den Mietern ist die Verwaltung bereits im Gespräch. „Wir schmeißen aber niemanden raus“, verspricht der Bürgermeister, dass gemeinsam nach neuen Lösungen für die Geschäfte gesucht werde.

Der Brunnen am Rathaus und einzelne Bäume sollen weichen, sodass der gesamte Wochenmarkt dort öffnen kann – ein Wunsch der Marktbeschicker. Zudem könnte man mit verschiebbaren Sitzmöbeln und Pflanzbeeten planen, um für größere Veranstaltungen noch mehr Platz zu schaffen. Das blaue Band soll in Form von Mosaiksteinen im Pflaster integriert werden.

Neue Parkplätze könnten einerseits im Bereich des Posthofs entstehen – Bogya ist optimistisch, dass die Post in den nächsten Jahren zum Baubetriebshof umsiedelt. Die Stellflächen sollen so sortiert werden, dass dort auch Festzelte beispielsweise für das Moorfest Platz finden würden.

Viergeschossiges Parkhaus

Eine Schlüsselrolle beim Thema Parken kommt einem schmalen Grundstück zwischen Rathaus und Hannoverscher Straße zu, dass die Gemeinde vor 17 Jahren für damals eine Million Mark erworben hatte. Dort sieht der Entwurf ein viergeschossiges Parkhaus und weitere Stellplätze vor, die von der Hannoverschen Straße aus zu erreichen wären. Gar fünfgeschossig könnte ein zusätzliches Wohn- und Geschäftshaus dort werden.

Die Bothfelder Straße soll entgegen eines früheren Ratsbeschlusses für Autos geöffnet bleiben. Für mehr Sicherheit wollen die Planer durch Verschwenkungen, optische und tatsächliche Verengungen sorgen. Das Büro schlägt zudem eine abknickende Vorfahrt von der Königsberger Straße in Richtung Osten vor. Durch eine Umlegung der Bushaltestellen sollen neue Wegebeziehungen entstehen.

Zur Wirkung des neuen Zentrums Isernhagen sollen zudem besondere Beleuchtungskonzepte und die Gestaltung der Grünräume beitragen. Für das sogenannte Stadtmobiliar wie Leuchten, Bänke und Mülleimer schlagen die Planer klare Formen in modernem funktionalem Design vor.

Am Dienstag wird diskutiert

Der städtebauliche Entwurf fußt auf dem vor einem Jahr vom Rat beschlossenen Rahmenplan und vertieft dessen Inhalte. Daran anschließen wird sich die sogenannte Ausführungsplanung.

Öffentlich vorgestellt wird der städtebauliche Entwurf zur Umgestaltung des Zentrums Isernhagen am Dienstag, 26. September, ab 18.30 Uhr in einer gemeinsamen Sitzung des Ortsrates Altwarmbüchen und des Planungs- und Bauausschusses in der Agora des Schulzentrums am Helleweg. Nach den Erläuterungen des beauftragten Planungsbüros Argeplan und der Verwaltung sollen interessierte Einwohner an diesem Abend genügend Zeit haben, um Anregungen zu geben, Kritik zu äußern und sich Fragen beantworten zu lassen.

Eine politische Beschlussfassung ist am Dienstag nicht vorgesehen. Die Politiker sollen bis zu einer weiteren gemeinsamen Sitzung am 18. Oktober Zeit haben, sich ihre Meinung zu bilden.

Zwischenzeitlich soll der städtebauliche Entwurf im Bau- und Planungsamt ausgehängt werden – so kann ihn auch jeder einsehen, der am Dienstag verhindert ist und dennoch Anregungen geben möchte.

An der Opelstraße in Altwarmbüchen sind offenbar zu wenig Bügel für Fahrräder vorhanden. Deshalb schließen Radfahrer ihre Räder an Laternen und auch Bäume an.

24.09.2017

Die CDU-Fraktion im Isernhagener Rat beantragt, dass die Gemeinde dem Netzwerk „Zuhause sicher“ beitritt, um dem Thema Einbruchsprävention mehr Bedeutung zu geben.

Frank Walter 24.09.2017

Eine Stunde zur Besinnung und zum Erleben des alten Kirchenraumes mit Musik und Texten - diese Ankündigung des Veranstalters klingt wie ein schönes Versprechen. Die Stiftung St. Marien Isernhagen lädt ein zur 3. „Abendmusik im Kirchenraum“.

24.09.2017