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Region Isernhagen Nachrichten Lockern Schulen das Handy-Verbot?
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00:19 23.12.2018
Im Schulzentrum am Helleweg haben das Gymnasium und die IGS die Handynutzung einheitlich geregelt. Quelle: Gabriele Gerner
Altwarmbüchen

Gehören Mobiltelefone in die Schulen, sogar in den Unterricht? Oder stört die Ablenkung die Konzentration der Schüler? In Isernhagen sind sich die Haupt- und Realschule, das Gymnasium und auch die IGS einig: In den Pausen herrscht Handy-Verbot. Am Schulzentrum könnte sich das jedoch ändern.

Aktuell fährt das Gymnasium Isernhagen eine klare Linie: „Handys dürfen explizit zu Unterrichtszwecken genutzt werden oder wenn die Schüler bei Problemen mit ihren Eltern telefonieren müssen“, sagt Schulleiterin Christina Bielefeld. In den Pausen hingegen sei die Nutzung verboten.

Dieses Verbot gilt ebenfalls für die IGS-Schüler, die mit den Gymnasiasten gemeinsam die Agora, die Pausenhalle samt Kiosk sowie das Außengelände in den Pausen nutzen. „Unsere Schüler dürfen die Mobiltelefone mit dabei haben – aber nur für Notfälle, sonst bleiben sie in der Tasche stecken“, sagt IGS-Leiter Jens Könecke. In den Pausen werde Fußball gespielt und kommuniziert. Das Verbot gelte im übrigen auch für die Tablets, mit denen alle IGS-Schüler ausgestattet sind. „In den Pausen bleiben die Tablets in den Klassenräumen, damit sie nicht beschädigt werden“, so Könecke.

Weil das Handy mittlerweile aber „den Stellenwert eines Körperteils“ habe, müsse die bestehende Regelung überprüft werden, sagt Könecke. Deshalb haben das Gymnasium und die IGS einen Arbeitskreis ins Leben gerufen. Dabei wollen beide Schulen über ihre Positionen diskutieren und eine Lösung für die Zukunft erarbeiten. „Bis zu den Sommerferien werden wir sicherlich eine Entscheidung treffen“, sagt Christina Bielefeld

Svenja Müller-Frey vom Vorstand des Gymnasium-Schulelternrates hingegen hat sich schon eine Meinung gebildet: „Handys müssen an der Schule nicht sein.“ Die Kinder seien in ihrer Freizeit genug mit ihren kleinen Bildschirmen beschäftigt. Die Elternvertreter des Gymnasiums wollen in einer der nächsten Sitzungen ebenfalls über das Thema sprechen.

Auch der IGS-Elternrat will demnächst über die Handy-Nutzung an der Schule sprechen. Die Schulelternratsvorsitzende Katja Bewer plädiert für eine „zeitgemäße Handhabung“ – also eine Lockerung des Verbots. Wegen der Tablets sei die IGS mit einem WLAN ausgestattet. Dennoch seien die Schüler entsprechend diszipliniert, das nicht auszunutzen. Und ein Lehrer erkenne, ob ein Schüler im Unterricht auf dem Tablet einen Film schaue oder mitarbeite.

Eine einheitliche Linie verfolgt auch die Heinrich-Heller-Schule, in der seit dem Sommer die Haupt- und die Realschule unter einem Dach unterrichtet werden – und eine Änderung ist dort anders als am Schulzentrum auch nicht in Sicht. „In den Pausen sind die Geräte verboten“, sagt Johanna Malinowski, die derzeit beide Schulen kommissarisch leitet. Die Schüler sollten in den Pausen miteinander sprechen. „Was sich die Schüler in den Pausen erzählen, erzählen sie sich nicht mehr im Unterricht.“ Und das sorge für weniger Störung.

Gleichwohl kommen auch dort die Handys wenn nötig im Unterricht zum Einsatz. Die Schüler lernen mit den Smartphones englische Vokabeln und Grammatik, im Erdkunde- und Geschichtsunterricht suchen sie nach Zahlen und Fakten. Die Acht- bis Zehntklässler nutzten die Mobiltelefone auch, wenn sie Kurzfilme drehten. Weil es aber in den Klassenräumen keinen WLAN-Empfang gebe, schalteten die Schüler ihre Mobiltelefone nur kurz ein, weil es sonst zu teuer werde, so Johanna Malinowski.

Die Haupt- und die Realschule verfügen jeweils über einen Computerraum mit Internetzugang. Dort recherchieren die Schüler etwa in Sachen aktuelle Tagespolitik, schreiben Referate und machen am Rechner beim Projekt „ökologischer Fußabdruck“ einen Selbsttest. „Die Recherche im Internet gehört zum Schulalltag – das geht heute nicht anders“, sagt Malinowski.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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