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Nachrichten Posthof-Umzug als Chance fürs Zentrum
Region Isernhagen Nachrichten Posthof-Umzug als Chance fürs Zentrum
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00:15 10.08.2017
Von Frank Walter
In unmittelbarer Nähe des Rathauses beginnen Postzusteller täglich ihre Touren. Quelle: Carina Bahl
Altwarmbüchen

Die Nutzung des Posthofes bezeichnet die Gemeindeverwaltung in einer aktuellen Vorlage für den Ortsrat Altwarmbüchen etwas verklausuliert als „nicht mehr zentrumsaffin“ – der Zustellstützpunkt verursache „eine gewisse Unruhe“. Tatsächlich ist auf dem Hof an der Stettiner Straße ab den frühen Morgenstunden Betrieb: Lastwagen bringen Pakete und Briefe aus den Verteilzentren, die dann in Altwarmbüchen neu sortiert und von den Zustellern per Transporter zu den Empfängern gebracht werden. Zum Dienstende füllt sich der Hof dann wieder mit den gelben VW-Bussen.

Viel Verkehr bringe der Gewerbebetrieb mitten im Zentrum mit sich, fasst es Bürgermeister Arpad Bogya zusammen. Mindestens seit einem Jahrzehnt sei die Gemeinde deshalb immer wieder auf die Post zugegangen, um einen Umzug an eine andere Stelle im Gemeindegebiet zu erreichen. Möglicherweise endlich mit Erfolg: Angedacht, so Bogya vorsichtig, sei ein Umzug auf die Fläche vor den Baubetriebshof an der Hannoverschen Straße. Dort am Ortsrand in Richtung Kirchhorst, wenige Hundert Meter von der A7-Anschlussstelle entfernt, war von Anfang an ein kleines Gewerbegebiet geplant.

Genauso zurückhaltend wie der Bürgermeister äußert sich auch Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt: Er spricht von einem sehr frühen Planungsstadium, um eventuell die Idee eines Umzugs mitzutragen. „Für die nächsten zwölf Monate ist das nichts.“

Sehr wohl aber schon für die nächste Sitzung des Ortsrats Altwarmbüchen am Dienstag, 15. August, ab 18.30 Uhr im Rathaus: Dann sollen die Politiker als erstes Gremium über eine Bebauungsplanänderung befinden, mit der sich die Gemeinde für alle Eventualitäten wappnen möchte.

Denn sollte die Post ausziehen, dann würden die momentan gültigen Festsetzungen eine Nachnutzung durch einen ähnlichen Dienstleister zulassen. „Dies muss mit Blick auf die vielfältigen Probleme und Entwicklungsbeschränkungen für das Zentrum unbedingt verhindert werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Sie schlägt deshalb vor, durch eine Änderung des in seiner jetzigen Form seit 1991 gültigen Bebauungsplans die Festsetzungen derart anzupassen, dass beispielsweise Logistikbetriebe und andere Firmen mit erhöhtem Zu- und Abfahrtsverkehr ausgeschlossen würden.

So könnte einerseits das Zentrum beruhigt werden, in dem sich einen Steinwurf vom Posthof entfernt viele Wohnungen befinden. Andererseits ergäben sich dadurch aber auch völlig neue Möglichkeiten für den bisherigen „Hinterhof“ des Zentrums. Eine weitere Gastronomie? Einzelhandel, den es bislang nicht gibt in der Ladenpassage? Vielleicht ein Umzug der Polizeistation ins Zentrum, der immer mal wieder im Gespräch ist? Mehr Parkplätze in der Ortsmitte? Oder etwa eine Nutzung durch die Gemeinde selbst? „Den Platzbedarf haben wir“, macht der Bürgermeister deutlich – denkbar also, dass die Gemeinde beim aktuellen Eigentümerwechsel des Posthofes von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird. So oder so würde der Umzug des Zustellstützpunkt die Chance eröffnen, dort Attraktives zu entwickeln.

In unmittelbarer Nähe des Rathauses beginnen Postzusteller täglich ihre Touren. Quelle: Carina Bahl

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