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Nachrichten Nach Reizgas-Attacke: Schüler sind nicht ernsthaft verletzt
Region Isernhagen Nachrichten Nach Reizgas-Attacke: Schüler sind nicht ernsthaft verletzt
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17:41 06.09.2019
In der Pausenhalle des Gymnasiums Isernhagen hat ein Unbekannter Reizgas versprüht. Quelle: Martin Lauber (Archiv)
Altwarmbüchen

Die Reizgas-Attacke im Gymnasium Isernhagen ist glimpflich ausgegangen. Kein Schüler wurde ernsthaft verletzt, das teilte die Direktorin Christina Bielefeld am Freitag mit. Am Donnerstag hatte ein noch unbekannter Täter in der Pausenhalle der Schule Reizgas versprüht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Die Attacke geschah in der ersten großen Pause gegen 9.45 Uhr. Viele Schüler strömten zu diesem Zeitpunkt in die Pausenhalle im Erdgeschoss des Gebäudes. Besonders beliebt ist der Bereich zwischen den Schülertoiletten und dem Kiosk. Und genau dort wurde die unbekannte Substanz versprüht. Binnen kurzer Zeit klagten viele Schüler über Beschwerden. Sie verspürten einen Hustenreiz, klagten über Kopfschmerzen oder Probleme beim Schlucken. Betroffen waren Schüler aus fast allen Jahrgängen. Kurzzeitig hatte die Schulleitung erwogen, die Schule komplett evakuieren zu lassen, sich dann aber gegen diese Maßnahme entschieden.

32 Schüler gehen nach Hause

Für 32 Schüler war damit der Schultag zu Ende. Die Schulleitung verständigte die Eltern, die die Kinder dann aus der Schule abholten. Und die Jungen und Mädchen bekamen eine Bitte mit auf den Heimweg: Sie sollten sich – wenn möglich – bei einem Arzt vorstellen und sich diesen Besuch attestieren lassen. Die Atteste werden von der Polizei für ein eventuelles Strafverfahren benötigt.

Kein Kind wird ernsthaft verletzt

Die wichtige Nachricht für die Direktorin ist jedoch eine andere: „Uns ist kein Fall bekannt, dass ein Arzt bei einem der Kinder größere gesundheitliche Probleme festgestellt hätte, die durch das Gas ausgelöst wurden.“ Und so konnten am Freitag bereits 31 der 32 am Vortag vorzeitig nach Hause gegangenen Schüler wieder am Unterricht teilnehmen. Nur ein Junge blieb vorsorglich noch einen weiteren Tag der Schule fern. „Aber auch ihm geht es gut“, berichtete Bielefeld nach einem Telefongespräch mit dem Schüler und seinen Eltern.

Nachdem klar ist, dass kein Kind bei der Attacke ernsthaft verletzt wurde, beginnt in der Schule nun die Suche nach dem Täter. Und da hofft die Direktorin auf die Mithilfe ihrer Schüler. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand unbemerkt solch ein Gas in der Menschenmenge versprühen kann, ohne dass dies von anderen bemerkt wurde“, erklärte sie. Und weiter: „Ich hoffe, dass Schüler, die den Vorfall beobachtet haben, nun ihr Herz in die Hand nehmen und sich bei uns melden.“ Wird der Täter erwischt, wird eine Klassenkonferenz einberufen. Auf ihr wird dann entschieden, welche Konsequenzen die Tat innerhalb der Schule nach sich zieht. Davon unabhängig läuft das Strafverfahren der Polizei.

Reizgas kann leicht erworben werden

Welche Art von Reizgas am Donnerstag im Gymnasium versprüht wurde, ist unklar und lässt sich wohl auch nicht mehr klären. „Es dürfte sich nicht um Pfefferspray gehandelt haben“, sagte Bielefeld. Denn: „Kein Schüler klagte über Augenbeschwerden.“ Aber es gibt verschiedene andere Reizgase die frei verkäuflich sind. Zumeist werden sie in kleinen Spraydosen vertrieben, die problemlos Platz in Handtaschen finden. Sie sind zur Selbstverteidigung gedacht.

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