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Nachrichten Gartenbaubetriebe sollen Mitte der Verkehrskreisel pflegen
Region Isernhagen Nachrichten Gartenbaubetriebe sollen Mitte der Verkehrskreisel pflegen
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00:21 28.06.2019
Den Kirchhorster Kreisel zieren neben Pflanzen auch Figuren aus Metall, die Ortsrat und Bürger dereinst aufgestellt hatten. Die Verantwortung für die Pflege liegt beim Baubetriebshof der Gemeinde. Quelle: HAZ-Archiv
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Isernhagen

Die FDP im Rat schlägt vor, dass die Gemeinde bei der Gestaltung von Verkehrskreiselmitten mit örtlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieben kooperiert. Ehe es so weit kommt, müssen aber noch offene Fragen geklärt werden.

Dass mit Ulrich von Rautenkranz ausgerechnet ein Kirchhorster den Antrag verfasst hat, kann nicht verwundern. Schließlich findet sich in dem Ortsteil Isernhagens bislang einziger echter Kreisel mit einer grünen Mitte. Ein zweiter Kreisverkehr ist zudem an der Einmündung vor dem Edeka-Markt geplant. Bei den beiden Minikreiseln am Blocksberg in Altwarmbüchen besteht die Mitte hingegen aus überfahrbaren Pflastersteinen.

Weitere Kreisel in Isernhagen sind geplant

Da aber auch bei Rosen-Kroppen in N.B. ein Kreisel geplant ist und zudem ein weiteres Exemplar an der Heinrich-Könecke-Straße in K.B. gebaut werden könnte, sieht die FDP durchaus eine Berechtigung für ihre Idee. Sie möchte erreichen, dass die Gemeinde Garten- und Landschaftsbauern aus Isernhagen die Kreiselmitten zur Gestaltung und jährlichen Pflege übergibt und diese im Gegenzug dafür dort für sich werben dürfen. So erhielten die Betriebe wie andernorts in Niedersachsen und Brandenburg auch eine zentrale Werbemöglichkeit mit individuellem Gestaltungspotenzial, und der kommunale Betriebshof könne sich den erheblichen Pflegeaufwand sparen – „eine Win-win-Situation“, wie von Rautenkranz im Planungsausschuss meinte.

„Das soll kein Hollywood-Zeichen werden“

Doch ob es so weit kommen wird, bleibt abzuwarten: Laut der Landesstraßenbaubehörde, in deren Verantwortung der Kreiselbau in N.B. fällt, seien Werbeanlagen auf Kreiseln an Landesstraßen grundsätzlich ausgeschlossen, berichtete die Gemeindeverwaltung. Das Rathaus soll jetzt noch einmal nachfragen, ob da nicht doch etwas geht. Man könne beispielsweise die Größe der Werbeschilder beschränken, vielleicht auf einen oder zwei Quadratmeter, schlug von Rautenkranz vor. „Das soll ja kein Hollywood-Zeichen werden.“

Von Frank Walter