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Region Isernhagen Nachrichten Beschwerlicher Weg zum Abitur
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09:28 13.01.2017
Realschule und Gymnasium Isernhagen liegen direkt nebeneinander - doch der schnelle Weg zum Abitur führt für die aktuelle Zehntklässler der Realschule über andere Schulen. Quelle: Archiv
Isernhagen

Die Mutter, deren Sohn im Sommer mit dem erweiterten Sekundarabschluss I von der Realschule Isernhagen eigentlich auf das benachbartes Gymnasium wechseln wollte, ist unzufrieden mit der Situation: Egal ob Goethe- und Wilhelm-Raabe-Schule in Hannover oder die Kooperativen Gesamtschulen (KGS) in Sehnde, Neustadt, Laatzen oder Ronnenberg: "Das ist doch alles schlecht zu erreichen und nicht praktikabel. Da sind die Kinder doch morgens eine Stunde unterwegs und nachmittags wieder", ärgert sie sich. Es müsse doch wohl möglich sein, mit Realschülern aus den Nordkommunen, die das Abitur anstreben, eine Klasse in Isernhagen oder Burgwedel voll zu bekommen.

Tatsächlich kommt es in diesem Sommer zu einer Sondersituation an den weiterführenden Schulen im Land. Nach der Abschaffung des „Turbo-Abiturs" und mit der Rückkehr zu G9 in Niedersachsen gibt es erstmals im Schuljahr 2018/2019 wieder einen 11. Schuljahrgang als Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen. Der letzte G8-Jahrgang befindet sich in diesem Schuljahr in der Einführungsphase, so dass im Schuljahr 2017/2018 an diesen beiden Schulformen zunächst die Einführungsphase entfällt.

Um Real- und Oberschülern entgegen zu kommen, richtet das Niedersächsische Kultusministerium im nächsten Schuljahr zwar Lerngruppen an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen als Einführungsphase ein. Mit diesem Zusatzangebot hat diese Schülergruppe dann die Möglichkeit, das Abitur nach 13 Schuljahren abzulegen.

Doch niedersachsenweit wird das nur an 25 Standorten möglich sein, in der Region Hannover an sechs Schulen - und weder Isernhagen noch Burgwedel, Langenhagen oder die Wedemark finden sich auf der Liste.

Realschüler hingegen, die im Sommer auf das Gymnasium Isernhagen wechseln würden, müssten dort im 10. Jahrgang anfangen, der dann das Abschlussjahr im Sekundarbereich I markiert - obwohl sie zu diesem Zeitpunkt doch bereits die Versetzung in den Sekundarbereich II in der Tasche haben werden. Vier weitere Schuljahre bis zum Abitur wären die Folge. "Das ist der Preis der Umstellung auf G9 - den dann die Schüler zu zahlen haben", sagt Christina Bielefeld, Leiterin des Gymnasiums. Nach einem Jahr dann doch von einer auswärtigen Schule auf das Gymnasium Isernhagen zu wechseln, mache auch keinen Sinn: "Bei dem Wechsel verliert der Schüler nachträglich dann doch das Jahr."

Die besondere Problematik hat auch Isernhagens Realschulleiter Jens Könecke vor Augen. Man wisse bereits seit einem Jahr davon, habe dann auch erstmals den zehnten Jahrgang informiert. Wie viele seiner rund 50 Zehntklässler das Abitur anstreben, kann er noch nicht sagen. Wenn klar werde, welche Schüler betroffen seien, "dann werden wir sie beraten und unterstützen".

Immerhin gibt es außer den sechs besagten Schulen mit speziellen Lerngruppen in der Region Hannover, an denen sich Schüler um Aufnahme bewerben können, noch andere Möglichkeiten: Auch an Integrierten Gesamtschulen und Beruflichen Gymnasien können Real- und Oberschüler das Abitur nach 13 Jahren ablegen - sofern sie denn angenommen werden. Die frisch gestarteten Gesamtschulen in Isernhagen und Burgwedel fallen dabei jedoch aus, und auch ein Berufliches Gymnasium sucht man in den Nordkommunen vergeblich - das nächstgelegene findet sich in Burgdorf.

Indes kommt es auch für Gymnasiasten in diesem Sommer zu einer Sondersituation: Wer die Versetzung vom zehnten in den elften Jahrgang nicht schafft, verliert zwei Jahre auf dem Weg zum Abitur. Um das zu verhindern, nehme man diese Schüler besonders in den Fokus und berate sie intensiv, sagt Christina Bielefeld, die deshalb im zehnten Jahrgang auch selbst Unterrichtsbesuche macht.

Von Frank Walter

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