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Nachrichten Ramon Rose präsentiert Gipsy-Swing im KulturKaffee Rautenkranz
Region Isernhagen Nachrichten Ramon Rose präsentiert Gipsy-Swing im KulturKaffee Rautenkranz
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12:05 14.07.2019
Andreas Hallmann (von links), Ramon Rose und Rudi Stied spielen Gipsy-Swing im KulturKaffee. Quelle: Jürgen Zimmer
Isernhagen F.B

In den Sommerferien ist das kulturelle Angebot in Isernhagen, Burgwedel und Umgebung ziemlich ausgedünnt – quasi in den Urlaub geschickt. Wer da fündig werden möchte, muss dann eben doch nach Hannover fahren – oder er kann die Angebote im KulturKaffee in Isernhagen F.B wahrnehmen.

Publikum quittiert Gipsy Swing mit Zwischenapplaus

„Kultursommer Isernhagen“ überschreiben Stefan und Karin Rautenkranz die Veranstaltungen im Juli und August. Sie bieten eine bunte Mischung verschiedener Stilrichtungen, die es nicht schwer hat zu gefallen: „Sie sind der Beweis dafür, dass ein Kulturangebot im Sommer sein Publikum findet“, begrüßte der Hausherr seine Gäste zum frühzeitig ausverkauften zweiten Konzert der Reihe am Freitagabend.

Ramon Rose & Friends sind gern gesehene Gäste im KulturKaffee. Solo-Gitarrist Ramon Rose, unterstützt von Rudi Stied mit der Rhythmus-Gitarre und Andreas Hallmann am Bass, versprach den „Original Gipsy Swing“. Das augenscheinlich fachkundige Publikum war denn auch ganz bei der Sache. Füße und Köpfe wippten wie von allein, Hände und Schultern folgten willig. Bei gelungenen Solo-Passagen des erst 23-jährigen Rose, die er in aufregendem Tempo virtuos spielte, gab es Bravo-Rufe und Zwischenapplaus.

„Das ist mitreißend, erfrischend, eine erhellende Musik“, befand Matthias Eck aus Burgwedel. Und so erfreute er sich mit den anderen Gästen an Rumba-Klassikern, Boleros sowie Adaptionen von Carlos Santana, Stevie Wonder und den Gipsy Kings. Und immer wieder folgten Kompositionen des großen Meisters des Genres. Denn wer von Gipsy Swing spricht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Django Reinhardt.

In der Tradition Django Reinhardts

Auch Ramon Rose sagt, dass er in Reinhardts Tradition steht. Der in Paris aufgewachsene Sinti Reinhardt gilt als Vorreiter des europäischen Jazz. Dem gängigen New-Orleans-Jazz der Zwanzigerjahre fügte er Elemente aus den französischen Walzern (valses musettes) und der überlieferten Spielweise der Sinti hinzu und schuf somit einen neuen Musikstil, eben den Gipsy Swing. Wobei die Gitarre erstmals in der Geschichte des Jazz aus ihrer reinen Begleiterrolle heraustreten und zum Soloinstrument werden durfte. Dazu kamen bei Django Reinhardt spezielle Spieltechniken, die zum Teil durch die Behinderung seiner Greifhand bedingt waren und heute einen großen Wiedererkennungswert haben.

Die meisten Gipsy-Swing-Gruppen, die sich über den ganzen Globus verteilen, halten an dem von Reinhardt entwickelten Swing-Stil noch heute fest. Bedingt ist dies auch durch den Traditionalismus der Sinti, bei denen oftmals die Jüngeren die Musik durch genaues Zuhören und Nachspielen von den Älteren lernen.

Manchem Zuhörer im KulturKaffee war derlei Theorie egal: „Ich verstehe nichts davon“, bekannte Heidi Hornemann aus Langenhagen, „Ich fühle die Musik einfach. Wenn ich mich gut fühle, ist die Musik gut.“ Und sie fühlte sich gut bei einem gelungenen Auftritt des Trios, in dem der Solo-Gitarrist Ramon Rose naturgemäß den Ton angab.

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Von Jürgen Zimmer

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