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Region Isernhagen Nachrichten Posthof soll von Altwarmbüchen nach Kirchhorst umziehen
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17:18 12.09.2019
In unmittelbarer Nähe des Rathauses (Bildmitte) beginnen Postzusteller täglich ihre Touren. Quelle: Carina Bahl (Archiv)
Altwarmbüchen/Kirchhorst

Das könnte dem Altwarmbüchener Zentrum Aufwind geben: Die Idee, für den Posthof neben dem Rathaus einen neuen Standort anderswo im Gemeindegebiet zu finden, scheint endlich Früchte zu tragen. Die Fläche am Rathausplatz wäre dann frei für eine andere Nutzung, die mehr Menschen ins Zentrum lockt.

Postautos stehen dicht an dicht

Im Altwarmbüchener Zentrum mit seinen Geschäften und Mehrfamilienhäusern wirkt der Posthof wie ein Fremdkörper. Im Gebäude stellen Postmitarbeiter die per Lastwagen angelieferten Briefe und Pakete zu einzelnen Touren zusammen. Abends parken die gelben Kleintransporter auf dem Hof dann dicht an dicht. In einer Vorlage für die Politik hatte die Gemeindeverwaltung die Nutzung schon vor zwei Jahren etwas verklausuliert als „nicht mehr zentrumsaffin“ bezeichnet – der Zustellstützpunkt verursache „eine gewisse Unruhe“. Der Gewerbebetrieb mitten im Zentrum bringe viel Verkehr mit sich, hatte Bürgermeister Arpad Bogya es damals zusammengefasst.

Tatsächlich hatte die Gemeinde schon seit mindestens zehn Jahren immer wieder versucht, der Post einen anderen Standort schmackhaft zu machen, lange jedoch vergeblich. 2017 hatte es dann so ausgesehen, als ob sich das Unternehmen endlich mit der Idee anfreunden könnte, an den Ortsrand Altwarmbüchens umzusiedeln: Ausgeguckt wurde eine Fläche vor dem Baubetriebshofan der Hannoverschen Straße, auf der von vornherein ein kleines Gewerbegebiet angedacht war. Als die Gemeinde kurz darauf ein Bebauungsplanverfahren für das rund 10.000 Quadratmeter große Areal einleitete, war die Post in den Unterlagen zwar nirgend genannt – und doch war es ein offenes Geheimnis, für wen man da die Voraussetzungen für eine Ansiedlung schafft.

Posthof soll ins Erdbeerfeld umziehen

Knapp zwei Jahre später scheint es nun genau diese Fläche eben doch nicht zu werden: Statt an den Altwarmbüchener Ortsrand soll der Posthof dem Vernehmen nach auf die andere Seite der Autobahn 7 umziehen – ins Gewerbegebiet Erdbeerfeld nach Kirchhorst. Während ein Post-Sprecher auf Nachfrage nur von „vorsichtigen Gesprächen über Veränderungen“ berichtete, die aber „keinesfalls kurzfristig“ zu erwarten seien, klang es aus dem Rathaus schon ziemlich konkret: Der Vertrag für das neue Post-Grundstück im Erdbeerfeld sei „unterschriftsreif, aber noch nicht unterschrieben“, so Bogya.

Sollte es nun wirklich dazu kommen und die Post das Grundstück neben dem Rathaus somit nicht mehr benötigen, dann wäre in Altwarmbüchens Mitte vieles denkbar – beispielsweise eine Gastronomie oder Geschäfte, die dort bislang fehlen und die das Zentrum beleben könnten. Immerhin lässt die Gemeinde Altwarmbüchens Mitte gerade auch mit Millionen von Bund und Land fit für die nächsten Jahrzehnte machen.

Von Frank Walter

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