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Nachrichten Ortsrat fordert Tempolimits und Lärmschutz
Region Isernhagen Nachrichten Ortsrat fordert Tempolimits und Lärmschutz
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00:20 26.08.2018
Der Ortsrat wünscht sich für Schul- und Pastorenweg auch weiterhin Tempo 10. Quelle: Jarolim-Vormeier (Archiv)
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Kirchhorst

Zahlreiche verkehrssichernde und bauliche Maßnahmen hat der Ortsrat Kirchhorst in seiner Sitzung am Mittwoch auf den Weg gebracht. Was davon tatsächlich umgesetzt wird, ist allerdings auch von der Einschätzung der Fachleute im Rathaus abhängig.

Die Reduzierung auf Tempo 30 vor dem Seniorenheim an der Steller Straße soll nach Meinung des Ortsrates bis zur Ampel am Schulweg erweitert werden. Dem Antrag der FDP-Fraktion, diesen Wunsch an den Gemeinderat und die Fachgremien weiterzugeben, folgte der Ortsrat einstimmig. So soll es für Kinder, die südlich der Steller Straße wohnen und die Ortsdurchfahrt überqueren, um zur Grundschule zu gelangen, ebenso wie für Ältere leichter werden, den Verkehr einzuschätzen. Klaus Gutsch (SPD), Rückkehrer im Ortsrat für den ausgeschiedenen André Marburg, fügte hinzu: „Auch für Trauergäste, die von der Kirche zum Friedhof über die Steller Straße gehen müssen, wäre ein sich langsamer bewegender Autoverkehr viel angenehmer.“

An seiner Forderung nach einer Tempo-10-Zone für Schulweg und Pastorenweg hält der Ortsrat fest, das Votum fiel ebenso einstimmig aus. Die Tempo-10-Zone soll von der Ecke Schulweg/Steller Straße bis zum Ende des Halteverbots vor der Begegnungsstätte Alte Schule sowie auf dem kompletten Pastorenweg gelten. Für den Schulweg wird außerdem Geld für bauliche Veränderungen gefordert. Zusätzlich erteilte der Ortsrat der Verwaltung den Auftrag, noch einmal Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn 7 zu prüfen.

Die Beschwerden rund um den Wertstoffsammelplatz an der Zuwegung zum Kirchhorster See dürften bald ein Ende finden. Der Ortsrat sprach sich dafür aus, diesen zu schließen und als neuen Standort den Krümpelweg in der Nähe des Hofs Hartmann zu prüfen. Den anderen von der Gemeinde eingebrachten Alternativen – vor dem Blumenhof und am Kollberg – erteilte der Ortsrat eine Absage. „Bei Hartmann ist lediglich noch ein Altkleidercontainer aufzustellen. Alles andere ist bereits da“, sagte Löffler. Auch gäbe es dort die höchstmögliche soziale Kontrolle, so Ulrich von Rautenkranz (FDP). Zustände wie am Kirchhorster See dürften sich am Krümpelweg wohl nicht wiederholen – so die Hoffnung.

Jugend freut sich auf Bolzplatz

Die Kirchhorster Jugendsucht einen Ort zum „Abhängen“. Abends noch ein bisschen bolzen, Musik hören, chillen: Diesem Wunsch gingen Ortsrat und Jugendpflege nach und entwickelten mit Jugendlichen ein Konzept. Heraus kam die Idee, den Bolzplatz an der Moorstraße auszuweiten: Dort soll ein Treffpunkt mit Bänken, Basketballkorb und -feld sowie einem Unterstand mit Regenschutz entstehen. Drei Jugendliche erschienen auf der Ortsratssitzung und machten ihre Wünsche öffentlich. „Ich fände es gut, wenn wir einen Platz hätten, an dem wir Musik hören und Fußball spielen könnten“, sagte der 15-jährige Tegen. Sein Kumpel Nico (16) bedauerte: „Wenn wir hier am Jugendtreff spielen, ist das für Schulkinder und Eltern etwas störend.“ Der Ortsrat unterstützte dieses Anliegen und beantragte, Haushaltsmittel in Höhe von 9000 Euro für den Bau des Treffpunkts bereitzustellen. Unter Federführung der Jugendpflege soll der Platz mit den Jugendlichen erstellt werden, sofern kein Fachpersonal dafür notwendig ist. Außerdem sollen gemeinsam verbindliche Regularien für die Nutzung und Pflege vereinbart werden. Über die Aussicht, einen Platz für sich zu bekommen, wo sie keine Anwohner stören, zeigten sich die Jugendlichen erfreut.

Von Gabriele Gerner