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Nachrichten Teilnehmer haben viel Spaß bei Kniffel, Skat und Doppelkopf
Region Isernhagen Nachrichten Teilnehmer haben viel Spaß bei Kniffel, Skat und Doppelkopf
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00:21 02.05.2019
„Große Straße!“: Christina Wathling-Peters (rechts) freut sich über den guten Wurf beim Kniffeln. Annette Ohm (links) scheint es ihr nicht zu verübeln. Quelle: Gabriele Gerner
Neuwarmbüchen

 Der Neuwarmbüchener Gesangsverein (NGV) Immergrün hatte zum Skat-, Doppelkopf- und Kniffelturnier eingeladen – und zahlreiche Spielefreunde kamen. Wer glaubt, dass Gesellschaftsspiele out seien, wurde beim Besuch des Karten- und Würfelspiel-Turniers in der Vereinsgaststätte des FC Neuwarmbüchen eines Besseren belehrt.

Die meisten Teilnehmer spielen Kniffel

„Wir haben 52 Teilnehmer“, sagte Organisatorin Heike Fischer vom Gesangsverein. Darunter seien acht Skatspieler in zwei Gruppen à vier Personen und 13 Doppelkopf-Spieler, wobei einer als Springer in den drei Vierergruppen fungiere. Die meisten Gäste trafen sich allerdings zum Kniffeln. „Das ist das einzige Spiel, das ich beherrsche“, meinte ein Mann beim Hereinkommen.

Einmal im Jahr laden die NGV-Vereinschefin Fischer und ihre drei Mitstreiterinnen zu einem Hobbyspieler-Turnier ein. Auf die Teilnehmer warten jedes Mal ein geselliger Abend und zahlreiche Preise. „Jeder Spieler geht mit einem kleinen Preis nach Hause“, betonte Fischer. Unter den gesponserten Preisen, für die Fischer wochenlang Geschäfte in Isernhagen und Umgebung abgeklappert hatte, fanden sich Friseur- und Massage-Gutscheine, edle Weine und Whiskey-Flaschen, aber auch Opernkarten und Topfblumen.

Zum Spielen fanden sich zum Teil fremde Menschen zusammen. „Genau das macht ja den Reiz des Abends aus“, sagte Thomas Hopf. Er hatte sich erst am Abend vorher spontan zum Mitspielen entschieden. Nun kniffelte er mit Annette Ohm, Christina Wathling-Peters und Olaf Fischer um die Wette. „Ich habe eine Weile kein Gesellschaftsspiel mehr gespielt“, bekannte er. „Inzwischen sind meine Kinder 16 und 19 Jahre alt. Früher haben wir öfter zum Spielen zusammen gesessen.“ Birgit Friedrich aus Kirchhorst ist leidenschaftliche Doppelkopf-Spielerin. „Aber ich habe Jahre gebraucht, um dieses Spiel zu verstehen“, gab sie zu. Zusammen mit Bettina Eisfeld, Eva Klein und Dirk Niemeyer saß sie konzentriert über den Karten. Auch an diesem Tisch hatten sich einige Menschen zum Spielen zusammengefunden, die sich vorher nicht kannten.

Geselligkeit und Gehirnjogging machen den Reiz des Spielens aus

Geselligkeit erleben, das Gehirn anregen und in freundschaftlichem Rahmen miteinander wetteifern – das waren die Gründe, die die meisten Spieler auf die Frage nannten, warum sie zum Turnier gekommen waren. Auch Ulrich Wagner hatte lange nicht mehr gespielt. Der 74-Jährige ist auf den Rollstuhl angewiesen. Zusammen mit seiner Frau Edelgard (65) genoss er die heitere Gemeinschaft seiner Kniffelgruppe. Da er vom Rollstuhl aus den Tisch nicht so gut erreichte, hatte er sein eigenes rundes Würfelbrett mitgebracht: Das mit grünem Tuch überzogene Brett eignet sich zur Ablage auf dem Schoß. „Diese Turniere sind immer schöne Abende“, sagte Edelgard Wagner.

„Früher haben wir im Gasthof Lahmann gespielt, aber der wurde ja im Dezember geschlossen“, sagte Olaf Fischer. Er beklagte, dass zuvor auch schon die Gaststätte Lange und das Restaurant an der Straße Hinter den Höfen ihren Betrieb eingestellt hätten. „Es gibt überhaupt nichts mehr, wo man in der Gegend mal einen geselligen Abend verbringen kann“, bedauerte er. „Deshalb sind wir so froh, dass wir das Sportheim des FCN nutzen können.“

Von Gabriele Gerner

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