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Region Isernhagen Nachrichten Neue Gleichstellungsbeauftragte ist gefunden
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14:44 29.03.2019
Die Gemeinde Isernhagen hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte. Quelle: Symbolbild (Archiv)
Isernhagen

Die Gemeinde Isernhagen hat eine neue Gleichstellungsbeauftragte gefunden: Einstimmig votierte der Rat am Donnerstagabend dafür, dieses Amt Irene Sassenburg-Fröhlich zu übertragen. Die bisherige Amtsinhaberin Azadeh Weinrich-Kroll war zum Jahresende 2018 aus dem Amt ausgeschieden, weil sie sich beruflich verändern wollte. Seitdem hatte Sassenburg-Fröhlich dieses Amt bereits stellvertretend ausgefüllt.

Mit Blumensträußen und vielen freundlichen Worten beglückwünschten Vertreter der Ratsfraktionen Sassenburg-Fröhlich direkt nach ihrer Wahl. Sie selbst hatte zuvor in einer kurzen Vorstellung deutlich gemacht, wie sehr sie sich auf die interessante neue Aufgabe freue. Schließlich habe sie sich auch schon im Studium schwerpunktmäßig mit der Frauenarbeit befasst.

Seit 1990 bei der Gemeinde angestellt

Für viele Politiker allerdings war die 55-Jährige ohnehin keine Unbekannte, hat sie doch weite Teile ihres Berufslebens im Rathaus in Altwarmbüchen zugebracht. Nach dem Sozialpädagogik-Studium mit einem Diplom als Abschluss hatte Sassenburg-Fröhlich 1990 bei der Gemeinde Isernhagen angefangen – zunächst als pädagogische Mitarbeiterin in der Jugendpflege. Im Herbst 2008 hatte sie die Leitung der Abteilung für Schulen, Kultur und Sport übernommen, zudem hatte sie sich zwölf Jahre lang im Personalrat der Gemeinde engagiert.

Sassenburg-Fröhlichs bislang letzte berufliche Veränderung liegt erst wenige Monate zurück, als sie die neu geschaffene Stelle für Integration und Inklusion übernahm. Um sich zusätzlich auch noch mit 20 Wochenstunden um Belange der Gleichstellung kümmern zu können, wird nun eine Teilzeitstelle zur Unterstützung und Zuarbeit eingerichtet. Dies soll durch Umorganisation geschehen, zusätzliche Personalkosten sollen so nicht entstehen.

Gleichstellung: Aufgabe mit Verassungsrang

Von manchen (Männern) immer noch belächelt, ist die Gleichstellung längst eine Aufgabe mit Verfassungsrang. Dies ist sowohl in Artikel 3 des Grundgesetzes als auch in der Niedersächsischen Verfassung festgeschrieben. Ziel der Gleichberechtigung in den Kommunen ist es, bestehende Nachteile für das eine oder andere Geschlecht zu beseitigen. Ratsuchende erhalten Hilfe beispielsweise bei Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bei Diskrimierung und häuslicher Gewalt, bei Trennungen und Scheidungen und beim Wiedereinstieg in den Beruf. Zudem kümmern sich Gleichstellungsbeauftragte um Projekte zur Gewaltprävention. Verwaltungsintern sind sie unter anderem an Personalauswahlverfahren, aber auch an der Bauleitplanung beteiligt.

Irene Sassenburg-Fröhlich kümmert sich künftig in Isernhagen um die Belange der Gleichstellung. Quelle: Archiv (Katerina Jarolim-Vormeier)

Von Frank Walter

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