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Region Isernhagen Nachrichten Kurzweiliger Neujahrsempfang der CDU
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17:33 27.01.2019
Anja Moch und Hugo Berkelmann bewundern die 96-Meisterschale.
Anja Moch und Hugo Berkelmann bewundern die 96-Meisterschale. Quelle: Patricia Chadde
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Isernhagen N.B

Zum Neujahrsempfang traf sich der CDU-Ortsverband für die Isernhagener Altdörfer am Sonntagvormittag in der Buhrschen Stiftung. Anlass und Adresse haben Tradition. Doch die Vorsitzende Anja Moch, wie Stellvertreterin Norma Remmer erst seit Februar 2018 im Amt, leben neue Umgangsformen. Jeder Ankommende wurde herzlich mit Handschlag begrüßt. „Wir sind das Empfangskomitee“, wie Remmer lächelnd erläuterte. In ihrer Begrüßungsrede würdigte Anja Moch die Gegenwart der rund 40 Gäste aus den vier Bauerschaften und dankte ausdrücklich allen Mitstreitern, die zuvor bei Aufbau und Dekoration des Saales mit angepackt hatten.

Auf die Rede des Landtags- und Regionsabgeordneten Rainer Fredermann freute sie sich besonders, gab aber erst einmal die Platten mit Schnittchen frei. Ganz entspannt lauschten die Zuhörer Fredermanns Ausführungen, der bekannte: „Ich bin mit der Zusammenarbeit, der Stimmung und den Ergebnissen unserer Landtagskoalition sehr zufrieden“. Die gefühlte Sicherheit im Lande werde sich weiter verbessern, zeigte sich Fredermann überzeugt. Einerseits seien Gelder für die Beförderung von Polizeibeamten freigegeben worden, außerdem hätten soeben 1600 Anwärter ihre Polizeiausbildung aufgenommen.

Fredermann lädt in den Landtag ein

Die geplanten Änderungen im niedersächsischen Polizeigesetz würden übrigens nicht hinter verschlossenen Türen diskutiert, sondern könnten von jedem verfolgt werden. „Die Sitzungen des Innenausschusses sind öffentlich“, erklärte Fredermann und lud die Anwesenden ausdrücklich ein, vorbeizuschauen. Auch in Sachen Gesundheitsvorsorge zeigte sich der CDU-Landtagsabgeordnete vorsichtig optimistisch, was beispielsweise die Entwicklung des Krankenhauses Großburgwedel angeht. „Gehen Sie zur Europawahl“, forderte Fredermann das Publikum abschließend auf. Zudem erfuhren die Zuhörer noch etwas Persönliches. Wegen des Spiels im Jahr 1985 von Hannover 96 gegen Hertha BSC hatte das junge Paar Fredermann seinerzeit seine Flitterwochen unterbrochen –gemeinsam gingen beide ins Stadion.

Weitere Fakten über den hannoverschen Kultverein, „die Roten“, gab es dann bei den „Schwarzen“ aus erster Hand. Denn Sebastian Kurbach, gebürtiger Isernhagener, hielt einen launigen Vortrag über die Gründung und Entwicklung des hannoverschen Sportvereins. Er selbst sitzt an der Quelle: Der studierte Historiker, der in Langenhagen zu Hause ist, arbeitet seit 2012 hauptberuflich als Archivar von Hannover 96.

96-Archivar erinnert an krachende Niederlage

„Es ist ein Mythos, dass Hannover 96 ein Arbeiterverein war. Die Gründer waren durch und durch bürgerlich“, verriet Kurbach. Die 5:1-Niederlage der Fußballer am Sonnabend in Dortmund fand er „nicht so schlimm“. Aus dem Jahr 1900 hatte er ein krasseres Spielergebnis mitgebracht: „Damals spielte Hannover 96 gegen Braunschweig und schoss immerhin ein Tor“, verriet der Geschichtskundler. Zum Verdruss der Hannoveraner hatten die Braunschweiger aber leider zehn Tore Vorsprung.

Ganz unverdrossen zeigte sich dagegen das Vorstandsduo des CDU-Ortsverbandes. Die CDU nehme Parität in der Politik ernst, so Anja Moch: Gemeinsam mit Norma Remmer nimmt sie am Förderprogramm „Frauen in die Politik“ teil. Ihr Auftritt war allemal locker und souverän.

Von Patricia Chadde