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Nachrichten Hoppenstedt lobt ehrenamtliches Bücherei-Team
Region Isernhagen Nachrichten Hoppenstedt lobt ehrenamtliches Bücherei-Team
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13:00 29.03.2019
Staatsminister Hendrik Hoppenstedt (Bildmitte) informiert sich im Gespräch mit den Ehrenamtlichen über die Bücherei in Isernhagen N.B. Quelle: Frank Walter
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Isernhagen N.B

 Auch als Staatsminister im Bundeskanzleramt kann man „Conni“-Fan sein: „Das habe ich auch schon vorgelesen!“, entfuhr es am Freitagvormittag Hendrik Hoppenstedt, als der zweifache Vater die Bücherkiste erblicke, die das Team der Bücherei in Isernhagen N.B. mit Blick auf die Feiertage auf einem Extratisch platziert hatte.

Bücherei wird seit 15 Jahren ehrenamtlich geführt

Für den Bundestagsabgeordneten war es der erste Besuch in der kleinen Bücherei, die sich nur dank des Einsatzes von zurzeit elf ehrenamtlichen Frauen seit 15 Jahren so erfolgreich behaupten kann. 2004 hatte Bürgermeister Arpad Bogya der heutigen Bücherei-Leiterin Renate Brase buchstäblich über den Gartenzaun hinweg mitgeteilt, dass die Gemeinde die kleine Bücherei in N.B. mit dem Ruhestand der damaligen Chefin leider schließen müsse. „Das geht gar nicht!“, berichtete die damals gerade pensionierte Lehrerin Brase dem Besucher Hoppenstedt, was damals ihr erster Gedanke gewesen war. Mit dem, was daraus in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten erwachsen ist, ist auch der Bürgermeister hochzufrieden – und deshalb hatte er Hoppenstedt nun den Besuch nahe gelegt.

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Dass sich Vorlieben beim Lesen ändern, das weiß Familienvater Hoppenstedt aus eigener Erfahrung. Dass auch eine kleine Bücherei 15.000 Medien vorhalten kann und Trends keineswegs an ihr vorbeilaufen, das erfuhr er im Gebäude der Grundschule Auf dem Windmühlenberge. So dürfen Kinder beispielsweise Wünsche äußern, welche Bücher das Team als nächstes kaufen soll, und auch die aktuellen Bestseller für Erwachsene stehen in den Regalen. „Aber trotzdem sind wir klein und gemütlich – eben eine Puschenbücherei“, sagte Brase.

Zuschuss der Gemeinde soll erhöht werden

Bemerkenswert ist auch, dass dies alles trotz eines Zuschusses der Gemeinde in Höhe von nur 2000 Euro pro Jahr gelingt. „Wir haben schon ein Schreiben angedroht bekommen, dass der Zuschuss erhöht werden müsse. Darüber werden wir im nächsten Jahr sprechen müssen“, sagte Bürgermeister Bogya mit einem Augenzwinkern in Richtung der Bücherei-Leiterin. Nur am Geld liegt es nach Ansicht von Staatsminister Hoppenstedt aber auch nicht: „Ich finde es schön, dass Sie mit so viel Herzblut dabei sind“, sagte er lobend in Richtung des ehrenamtlichen Bücherei-Teams.

Von Frank Walter