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Region Isernhagen Nachrichten Am Vatertag ist Polizei nicht nur am See wachsam
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00:43 11.05.2018
An Christi Himmelfahrt wird die Liste der Verbote am Hufeisensee per Allgemeinverordnung noch umfassender – Schnaps und laute Musik sind dann ausdrücklich tabu.
An Christi Himmelfahrt wird die Liste der Verbote am Hufeisensee per Allgemeinverordnung noch umfassender – Schnaps und laute Musik sind dann ausdrücklich tabu. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Isernhagen/Langenhagen/Wedemark

  Reicht die vorhergesagte „kalte Dusche“ an Christi Himmelfahrt, die die frühsommerliche Phase vorerst beenden soll, um allzu hitzige Bollerwagen-Klubs abzukühlen?  Die Polizeiinspektion (PI) Burgdorf verlässt sich nicht auf die unfreundliche Wetterprognose für Donnerstag. Damit es am Vatertag nirgends zu Eskalationen und Ärger mit pöbelnden Betrunkenen kommt, werden in allen fünf Kommissariaten der PI zahlreiche Beamte Dienst schieben – wie viele genau, verrät Einsatzleiter Jan Strüber nicht.  

Einsatzschwerpunkt wird wie  in den vergangenen Jahren der Hufeisensee in Isernhagen H.B. mit dem angrenzenden Wietzepark, dem Reuterdamm und den Uferwegen samt Seitenstreifen im Norden und Osten sein. Die Wiesen- und Strandflächen sind die einzigen, wo zusätzlich auch eine Reiterstaffel der Polizei sowie ein privater Ordnungsdienst im Einsatz sein werden – letzterer beauftragt von der Gemeinde Isernhagen. 

Unter Alkohol geht es nach Hause

Die Nachbarkommunen Isernhagen und Langenhagen haben, wie berichtet, zum zweiten Mal für die Hauptanziehungspunkte Hufeisen-, Wald- und Silbersee sowie Wietzepark sogenannte Allgemeinverfügungen erlassen. Getränke mit mehr als 15 Prozent Alkohol dürfen dort von Donnerstag, 10. Mai, 6 Uhr, bis Freitag, 11. Mai, 6 Uhr, weder konsumiert noch transportiert oder im Bollerwagen gelagert werden. Diese Verbote zu überwachen und durchzusetzen, werde eine Gratwanderung, weiß Strüber. Aber selbst Jugendliche über 16 Jahren müssten damit rechnen, ab einem gewissen Alkoholisierungsgrad kostenpflichtig nach Hause gebracht zu werden, wenn die Eltern sie nicht abholen. Dies gebiete der Jugendschutz. Auch Verstöße gegen das Verbot, laute Musik mit elektronischer Verstärkung abzuspielen, können geahndet werden – mit einem Zwangsgeld von 50 Euro.

Für Meitzer Weg Allgemeinverfügung nicht möglich

Für einen weiteren alljährlichen Treffpunkt mit Randalepotenzial –  in der Wedemark auf der Meitzer Straße zwischen Meitze und Hellendorf –treffen sich alljährlich Hunderte – hätte Strüber auch gerne eine Allgemeinverfügung. Doch dort lasse sich ein konkreter Bereich einfach nicht sauber abgrenzen.

„Wir gehen von einer ähnlichen Lage aus wie in den vergangenen Jahren“, sagt der Einsatzleiter, der die Kräfte im gesamten PI-Bereich koordinieren wird.  Er stellt klar: „Wir werden nicht nur an den Seen, sondern überall mit Gruppenwagen unterwegs sein.“ Auch auf den Straßen werde darauf geachtet, dass Alkoholisierte niemanden gefährden oder anpöbeln.

Von Martin Lauber