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Nachrichten Mann akzeptiert Strafe nach Trunkenheitsfahrt
Region Isernhagen Nachrichten Mann akzeptiert Strafe nach Trunkenheitsfahrt
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12:07 13.02.2019
Rasch wurde die angesetzte Verhandlung eingestellt: Der Einspruch basierte auf einem Missverständnis. Quelle: Archiv/Sven Warnecke
Isernhagen

Ein Missverständnis und mangelnde Deutsch-Kenntnisse haben einen 46-Jährigen jetzt vor das Amtsgericht geführt. Grund war sein Einspruch gegen einen Strafbefehl wegen einer Trunkenheitsfahrt im Juni 2017 in Altwarmbüchen: Damals war der Hemminger auf der Ernst-Grote-Straße am Steuer eines Mercedes CLK mit mehr als 2,5 Promille im Blut von der Polizei erwischt worden. Dafür erhielt er einen Strafbefehl über 300 Euro und eine halbes Jahr Führerscheinentzug.

Die Verhandlung nach seinem Einspruch wurde schnell eingestellt, als sich herausstelle, dass der Einspruch des Fahrers auf einem Missverständnis beruhte: Die Geldstrafe wollte der Mann sehr wohl akzeptieren, mit dem sechsmonatigen Führerscheinentzug war er jedoch nicht einverstanden. Dies vorzutragen, fiel dem Polen aufgrund seiner geringen Deutschkenntnisse sichtlich schwer. Seinem Wunsch, dass seine Tochter für ihn übersetzt, konnte das Gericht nicht nachkommen, da nur vereidigte Dolmetscher dazu autorisiert sind.

Führerschein war bereits ein Jahr weg

Von den mangelnden Deutschkenntnissen wusste das Gericht nichts, der Polizeibericht ließ vermuten, dass der Beschuldigte sich gut auf Deutsch verständigen könne. Richter Michael Siebrecht erläuterte dem Mann, dass die Strafe des Führerscheinentzugs bereits abgegolten ist, da die Fahrerlaubnis ein Jahr lang vorläufig entzogen worden war. Ab sofort dürfe er wieder Auto fahren. Erleichtert nahm der 46-Jährige das Angebot des Richters an, seinen Einspruch zurückzuziehen.

Von Gabriele Gerner

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