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Region Isernhagen Nachrichten Haupt- und Realschule wachsen zusammen
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16:01 30.11.2018
Rekan (von links), der pädagogische Mitarbeiter Jens Kuse, Said, Louis und Markus zeigen ihre mit Fischertechnik gebauten Kräne. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Altwarmbüchen

Seit Anfang August lernen Haupt- und Realschüler aus Isernhagen unter einem Dach. Hinter den Türen der Heinrich-Heller-Schule wachsen die beiden Schulformen zusammen – auch bei gemeinsamen Projekten.

Die Haupt- und die Realschule sind mit der Einrichtung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Isernhagen zu Auslaufmodellen geworden. Wegen des wachsenden Platzbedarfs der IGS musste die Realschule mit ihren Acht- bis Zehntklässlern im Sommer vom Schulzentrum am Helleweg in die Heinrich-Heller-Schule umziehen. Seitdem teilen sich 180 Realschüler und 50 Hauptschüler die Klassenräume an der Jacobistraße.

Den Umzug der Real- zur Hauptschule hatten einige Eltern von Realschülern im Vorfeld skeptisch gesehen. Doch die Bedenken haben sich nach vier Monaten Schulpraxis gelegt, wie sich am Donnerstagabend beim Tag der offenen Tür zeigte.

Anfangs hätten sich die drei Hauptschulklassen erst einmal an die volle Schule gewöhnen müssen, sagte Schulleiterin Johanna Malinowski, die aktuell beide Schulen kommissarisch leitet. Schließlich seien die Räume voller als je vorher. Die Realschüler hingegen seien mehr unter sozialer Kontrolle als zuvor auf dem großen Gelände des Schulzentrums. „Nun haben sich alle eingewöhnt, und wir wachsen zusammen.“ Die Realschüler seien von dem Gelände angetan und fühlten sich wohl, so Malinowski.

Zudem rücken die Schüler auch im Unterricht zusammen. Dazu gehören schulübergreifende Projekte wie etwa der Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen und auch gemeinsame Treffen der Schülervertretungen (SV). „Dabei lernen sich alle kennen und sprechen über Aktionen und Probleme“, berichtete am Donnerstagabend Lehrerin Melanie Edeling, die mit den Schülern einen SV-Tag im Rathaus auf die Beine gestellt hatte.

Tag der offenen Tür: Hauptschüler unterhalten Besucher mit Trommelmusik und Tanz. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Johanna Malinowski blickt zudem erleichtert auf die Unterrichtsversorgung. Mittlerweile helfen drei IGS-Pädagogen an der Realschule aus, anfangs war es nur ein Lehrer. „Insbesondere beim Fach Französisch sind wir wieder besser versorgt“, sagte die Schulleiterin. Kritisch bleibe nach wie vor der Sportunterricht, weil sich das Gymnasium und die Heinrich-Heller-Schule die Sporthalle teilen müssen. Zumindest in den nächsten zwei Jahren, solange die neue Halle am Helleweg gebaut wird. „In der Phase müssen alle Einschränkungen hinnehmen.“

Wie sehr Haupt- und Realschule aktuell schon zusammengewachsen sind, bewiesen die Schüler beim Tag der offenen Tür. Gemeinsam hatte sie die Pausenhalle dekoriert und Stehtische für Gespräche aufgestellt. Den Besuchern boten sie Apfelpunch, Kekse und Crêpes und sorgten zudem für Trommel- sowie Tanzeinlagen im Foyer.

Realschülerin Alena und ihre Mutter Katja Vogt kaufen Weihnachtskekse bei Mitschülern. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Auch Madeleine Liscsai-Scholz schaute sich in der Schule um. Ihr Sohn Simon besucht die achte Klasse der Realschule. „Mein Sohn fühlt sich sehr wohl an den neuen Standort“, sagte die Altwarmbüchenerin, die zunächst wegen der nicht mehr so zentralen Lage Bedenken hatte. Aber: „Alles läuft gut.“Auch Katja Vogt war beim Rundgang vom Gebäude beeindruckt. „Das ist richtig schön“, sagte die Mutter aus K.B. Ihre Tochter Alena führte sie durch die Schule. „Erst sind wir alle nicht begeistert gewesen“, erklärte die Zehntklässlerin. Mittlerweile sei es in den großen Klassenräumen „richtig cool. Jeder kennt jeden, und wir kommen gut miteinander aus.“

In den Klassenräumen zeigten die Hauptschüler ihre Ergebnisse etwa im Wahlpflichtkurs Technik. Aus 700 Einzelteilen hatten Rekan, Said, Louis und Markus zusammen mit dem pädagogischen Mitarbeiter Jens Kuse einen elektrisch betriebenen Kran zusammengebaut. Im Nebenraum zeigte Diyar den Umgang mit einem Mikroskop. „Die Schüler haben sich gut präsentiert. Und man merkt, dass sie gern an der Schule sind“, sagte Besucherin Sabine Müller.

Noch bis 2021 werden Haupt- und die Realschüler in der Heinrich-Heller-Schule unterrichtet – dem Jahr, in dem die letzten Zehntklässler verabschiedet werden. Danach soll laut Ratsbeschluss die Grundschule Altwarmbüchen von der Bernhard-Rehkopf-Straße an die Jacobistraße umziehen. Mit dem Standortwechsel wird die Grundschule in eine Ganztagsschule mit ergänzender Hortbetreuung umgewandelt. „Wir arbeiten bereits an dem Konzept“, sagte Schulleiter Karl Runkel.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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