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Region Isernhagen Nachrichten Gartenregion: Friedenshain öffnet für Besucher
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17:45 09.09.2019
Der Friedenshain in Isernhagen F.B. ist am Sonntag für Besucher geöffnet. Quelle: Frank Walter (Archiv)
Isernhagen F.B

Es ist ein Kleinod für Gartenfreunde und Hobbyhistoriker, ein verwunschenes Fleckchen Isernhagen, das seinesgleichen sucht im Gemeindegebiet – und das nach längerer Zeit wieder einmal besichtigt werden darf: Der Friedenshain in Isernhagen F.B. öffnet am Sonntag, 15. September, von 11 bis 18 Uhr seine Pforten. Die Kooperation von Grundeigentümer Michael Hapke mit der Region Hannover macht es möglich.

Bei der Aktion Gartengeheimnisse der Gartenregion Hannover können Interessierte den Friedenshain in Isernhagen F.B. besichtigen.

Region präsentiert Garten-Geheimnisse

Gleich acht Garten-Geheimnisse warten am Sonntag darauf, gelüftet zu werden. Bei der achten von zehn Veranstaltungen zum zehnjährigen Bestehen der Gartenregion Hannover geht es um grüne Orte in und um die Landeshauptstadt, die neu oder erstmals entdeckt werden können. Auf die Besucher warten Überraschungen unterschiedlichster Art wie Kulturgenüsse, himmlische Klänge und Erlebnisse am Seeufer. Und einer der geheimnisvollen Orte ist der Friedenshain in Isernhagen F.B.

Nur zu ganz besonderen Anlässen öffnet der heutige Eigentümer Michael Hapke, Urenkel des Gründers Karl Kirchhoff, das Tor zum 16.000 Quadratmeter großen Friedenshain. Ein kleines Paradies wird dann erlebbar. Ab 1907 hatte Kirchhoff die heute denkmalgeschützte Anlage als naturwissenschaftliche Station errichtet. Der Kaufmann und Tischler betrieb am Aegi in Hannover ein Geschäft für Aquarien und Terrarien, das damals seinesgleichen suchte. Für den kommerziellen Bedarf legte Kirchhoff in einem waldigen Sumpfgebiet östlich von Isernhagen F.B. eine Zuchtstation für Fische und Wasserpflanzen an. Später ließ die Universität Hannover dort Lehrerinnen ausbilden, bestückte das Landesmuseum im Friedenshain seine Naturkundeabteilung, besuchten Bürger aus der Stadt am Wochenende das dortige Ausflugslokal.

Friedenshain ist wichtiges Dokument hannoverscher Geschichte

Im Jahr 2015 hatte das Landesamt für Denkmalpflege den Friedenshain in das Verzeichnis der Baudenkmale aufgenommen. „Das Objekt kann sowohl als typisches, aber aufgrund seiner Gestalt auch als einzigartiges Beispiel schöpferischer Ideenbildung der Zeit der Reformbewegung bezeichnet werden“, lobten die Denkmalschützer und schätzten die Anlage als „wichtiges Dokument hannoverscher Geschichte“ ein.

Wie besonders dieser Ort ist, verdeutlichen am Sonntag, 15. September, einerseits Gedichte, die der Sohn des Gründers verfasst hatte und die von Schauspieler Carsten Hentrich vertont wurden. Im neuen Glanz erscheinen die historischen botanischen Beschilderungen, die das Institut für Botanik der Leibniz-Universität Hannover wieder aufgestellt hat. Neu gestaltete Schautafeln im Park ermöglichen zudem einen Überblick über die Geschichte des Friedenshains mit seinen Teichen, Brücken, Bauwerken und Skulpturen.

Hapke gewährt aber auch Einblicke ins Museum für Naturkunde aller Länder – eine sehenswerte Privatsammlung, die der Friedenshain-Gründer selbst zusammengetragen hatte. Acrylglas-Plastiken der Künstler Franz Betz und Asta Rode, inspiriert durch die vorherrschende Flora, runden das Programm an diesem besonderen Kulturort ab. Für Essen und Getränke wird gesorgt.

Der Friedenshain liegt an der gleichnamigen Straße in Isernhagen F.B. Per Nahverkehr ist er von der Stadtbahn-Endhaltestelle Fasanenkrug (Buslinie 620 bis Haltestelle Lohner Weg) und von der Stadtbahn-Endhaltestelle Altwarmbüchen (Buslinie 630 bis Haltestelle Luise-Stünkel-Straße) zu erreichen. Der Eintritt ist frei.

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Von Frank Walter

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