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Nachrichten Helfernetzwerk für Flüchtlinge: Frauen feiern ohne Männer
Region Isernhagen Nachrichten Helfernetzwerk für Flüchtlinge: Frauen feiern ohne Männer
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11:25 15.09.2019
Leckeres Essen, gute Gespräche: Faken Dayekh kommt gerne zur Frauenparty des Helfernetzwerkes Isernhagen. Quelle: Sandra Köhler
Isernhagen F.B

Wenn Frauen unter sich feiern, dann ist die Stimmung ungezwungen und entspannt. Es wird geklönt, geschlemmt, gelacht und getanzt. Aus welchem Land die Frauen kommen, zu welcher Nation sie gehören, ist nicht wichtig. Wichtig ist es, Spaß zu haben. Und den hatten sie, die Frauen, die zur mittlerweile dritten Frauenparty des Helfernetzwerkes Isernhagen in die Begegnungsstätte in Isernhagen F.B. gekommen waren.

„,Ihr müsst das öfter machen’, das hören wir immer wieder“, sagte Barbara Schindewolf-Lensch, Koordinatorin des Helfernetzwerkes, und schaute in die bunte Runde. Die Idee ist einfach: Die Ehrenamtlichen des Netzwerkes kümmern sich um Raum und Getränke, die Frauen bringen etwas Leckeres zu Essen mit, ihre Lieblingsmusik und gute Laune. Und dann kann sie schon losgehen, die Party. Wer niemanden hat, der in der Zeit die Kinder betreut, bringt sie einfach mit.

Frauenparty schafft Begegnung

Faken Dayekh ist seit der erste Frauenparty dabei. Die 45-Jährige stammt aus Syrien und genießt die Gelegenheit, mit anderen Frauen zu feiern. „Sonst bleibt nicht so viel Zeit, andere zu treffen“, sagt die fünffache Mutter: „Hier gibt es einen festen Anlass.“ Da sie im Ort wohnt, ist sie mit dem Fahrrad gekommen: „Das sind keine sieben Minuten.“ Andere Teilnehmerinnen – viele stammen aus dem Irak, doch auch eine Türkin und eine Georgierin sind dabei – haben aus Altwarmbüchen den Bus genommen. Sogar aus Burgwedel sind Gäste dabei.

Mit dem Bus gekommen ist auch Dayekhs 17-jährige Tochter. Beide freuen sich darauf, später zu tanzen.„Beim letzten Mal war die Stimmung super, wir haben viel Spaß gehabt“, sagt Faken Dayekh mit glänzenden Augen. „Wenn Syrer feiern, dann tun das Frauen und Männer häufig getrennt“, erklärt die 45-Jährige, die seit vier Jahren in Isernhagen lebt. „Denn viele Frauen dürfen nicht tanzen, wenn fremde Männer dabei sind.“ In ihrer Familie gehe es aber liberaler zu, versichert sie.

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Von Sandra Köhler

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