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Nachrichten Isernhagen: Entwarnung bei den Luftschadstoffen
Region Isernhagen Nachrichten Isernhagen: Entwarnung bei den Luftschadstoffen
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20:41 25.02.2018
27.500 Kraftfahrzeuge täglich sollen angeblich über die Farster Straße durch Neuwarmbüchen rollen. Wie sich herausstellte, hatte sich jemand um den Faktor 10 verrechnet.
27.500 Kraftfahrzeuge täglich sollen angeblich über die Farster Straße durch Neuwarmbüchen rollen. Wie sich herausstellte, hatte sich jemand um den Faktor 10 verrechnet. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
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Neuwarmbüchen/Isernhagen F.B

Ein Tagesordnungspunkt hat in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Neuwarmbüchen für Schmunzeln gesorgt - eine Mitteilung der Gemeindeverwaltung zur Untersuchung der Luftschadstoffkonzentration des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim.

Im Rahmen ihres „HErmeELIN“-Projekts hatte das Amt Mitte Januar eine Berechnung der Schadstoffwerte in Niedersachsen veröffentlicht. In Isernhagen seien laut des Amtes die Farster Straße und die Höfestraße in Neuwarmbüchen sowie der Lohner Weg in F.B.  besonders stark betroffen. An diesen Straßen lägen sogenannte „Hotspots“, also Punkte mit potenziellen Grenzwertüberschreitungen bei Feinstaub und Stickstoffdioxid. Laut dieser Zahlen lag Isernhagen im Negativ-Ranking quasi gleichauf mit Hannover und Hildesheim – was vor allem viele im 2700-Seelen-Dörfchen Neuwarmbüchen überraschte. Auch die Gemeindeverwaltung wunderte sich und ließ das Amt noch einmal seine Werte überprüfen.

Nun stellte sich heraus, dass sich irgendjemand kräftig verrechnet haben muss – konkret gesagt um fast den Faktor 10. Statt zwischen 22.500 und 27.600 Kraftfahrzeugen täglich fahren tatsächlich weniger als 2500 Autos über diese Straßen. Unbekannt ist, ob da jemanden schlicht das Komma verrutscht war. Auch, ob der Fehler in der Behörde in Hildesheim lag oder bereits die Datengrundlage für die Berechnung fehlerhaft war, wurde nicht bekannt.

Auf jeden Fall ist die Schadstoffbelastung dorftypisch deutlich geringer als zunächst veröffentlicht und liegt jetzt weit unterhalb der Grenzwerte. „Nach den Zahlen des Amtes hätte ungefähr alle vier Sekunden ein Auto über die jeweiligen Straßen fahren müssen“, rechnete Ortsratsmitglied Gerd Jaeger vor, der ebenso wie die anderen Ortspolitiker erleichtert ist, dass sich die Schadstoff-Debatte in Luft aufgelöst hat.

Von Philipp Bader