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Nachrichten Eltern kämpfen gegen den Hundekot
Region Isernhagen Nachrichten Eltern kämpfen gegen den Hundekot
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00:19 01.03.2019
Mit freundlich formulierten Hinweisen am Schulzaun hatten sich die Mütter an die Hundehalter gewandt. Jetzt sind die Plakate schon mehrfach abgerissen worden. Quelle: Frank Walter
Isernhagen H.B

Der Konflikt ist nicht neu, und er ist auch nicht Isernhagen-spezifisch. Und doch: Dass sich ein Streit um Hundekot so entwickelt wie derzeit in Isernhagen H.B., passiert nicht alle Tage. Schon mehrfach haben Unbekannte dort freundlich gemeinte Hinweisschilder vom Zaun der Friedrich-Dierks-Grundschule gerissen.

Hundekot liegt auf der Wiese

Kindergarten, Sporthalle und Grundschule stehen in der Hohenhorster Bauerschaft direkt nebeneinander. Dem entsprechend groß ist morgens und mittags das Aufkommen an Fußgängern. Während die Erwachsenen die Fußwege nutzen, geben die Kinder ihrem Bewegungsdrang nur allzu gern nach und toben über die Grünstreifen. Dumm nur, wenn sich dort im Gras die Hinterlassenschaften mancher Hunde verstecken und dann hartnäckig und stinkend in den Schuhsohlen festsetzen. Bei einer konzertierten Sammelaktion hatte der Förderverein der Grundschule bereits im Januar rund 70 Kothaufen von den Rasenflächen gesammelt und rote Fähnchen als kleine Mahnmale für die Hundehalter in die Erde gesteckt.

Plakate werben um Rücksicht

Um die Aktion zu unterstützen, hatten zwei Mütter in Absprache mit der Schul- und der Kita-Leitung selbst entworfene Plakate aufgehängt, um die Hundebesitzer für das Thema zu sensibilisieren und für ein rücksichtsvolles Miteinander zu werben. „Liebe Mitbürger/innen, bitte führen Sie ihren Hund nicht auf der Rasenfläche vor Kita oder Sporthalle Gassi“, heißt es dort, und ähnlich freundlich formuliert geht es weiter im Text.

Dennoch: Bei irgend jemandem scheinen Ton oder Inhalt der privat finanzierten Plakate nicht gut anzukommen. Immer wieder reißt ein Unbekannter die Plakate vom Zaun, die die Mütter daraufhin erneuern – nur um festzustellen, dass auch die neuen Exemplare schnell wieder entfernt wurden. Dreimal ist das mittlerweile so passiert. „Traurig und ärgerlich“ findet das Sandra Klein, die die Plakate mit einer anderen Mutter entworfen und aufgehängt hatte. „So, wie die Plakate formuliert sind, gibt es gar keinen Grund, Gewalt gegen sie auszuüben. Sie rufen lediglich zu einem rücksichtsvollen und respektvollen Miteinander auf.“

Abschrecken lassen wollen sich die beiden Mütter davon allerdings nicht. Einzig das Format der Plakate haben sie nun von DIN A3 auf DIN A4 gewechselt, um Kosten zu sparen. „Dann können wir sie selbst folieren und müssen nicht in den Copyshop“, sagt Sandra Klein. An ihrer Haltung wird auch der fortwährende Vandalismus nichts ändern: „Die Kinder treten in die Hundehaufen und tragen den Dreck dann in die Schule, die Kita und unsere Häuser.“

Von Frank Walter

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