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Region Isernhagen Nachrichten Diebe stehlen teure Werkzeuge aus Autos
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18:09 08.07.2019
Am Zaun eines Betriebes im Gewerbegebiet Erdbeerfeld in Kirchhorst hängt ein Hinweis auf die Kameraüberwachung – auch dieses Unternehmen war bereits von Diebstählen betroffen. Quelle: Martin Lauber (Archiv)
Kirchhorst

Im Gewerbegebiet Erdbeerfeld in Kirchhorst sind Unbekannte am Wochenende gleich in drei Werkstattwagen eingebrochen. Bei einem vierten Fahrzeug blieb es beim Versuch. Abgesehen hatten es die Täter auf hochwertige Elektrowerkzeuge. Die Diebstähle passen in eine lange Reihe ähnlicher Taten in Isernhagen – und sehr häufig ist Kirchhorst betroffen. Ein Mitarbeiter des diesmal betroffenen Betriebes sprach am Montag von einem „Schlaraffenland für Diebe“.

Diebe brechen drei Werkstattwagen auf

Die Werkstattwagen waren alle im Umkreis eines Familienunternehmens am Rand der Tischlerstraße geparkt. Die Taten müssen sich zwischen Sonnabend, 20 Uhr, und Sonntag, 8 Uhr, ereignet haben. Bei einem VW Caddy schlugen sie die Heckscheibe ein, um an die Elektrowerkzeuge zu gelangen. Bei zwei Mercedes Sprintern gelangten die Täter durch Schlossstechen ins Fahrzeuginnere. Einzig bei einem VW Crafter scheiterten sie mit dieser Methode.

Laut eines verantwortlichen Mitarbeiters des geschädigten Unternehmens erbeuteten die Diebe hochwertige Geräte überwiegend der Marken Hilti und Würth. Er schätzt den Wert der Beute auf etwa 6000 Euro, hinzu kommen die Schäden an den Fahrzeugen. Die Täter müssen wohl selbst ein größeres Fahrzeug benutzt haben, um die Beute wegzubringen.

Immer wieder verschwinden teure Werkzeuge

Für Bernd Klapproth vom Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Großburgwedel ist der Aufbruch von Werkstattwagen kein neues Delikt – „auch und gerade im Erdbeerfeld in Kirchhorst“. Nur wenige Menschen wohnten im Gewerbegebiet, sodass die soziale Kontrolle weitgehend fehle. Zudem erleichtere die nahe Autobahn die Flucht. Die Polizei vermutet bei solchen Delikten meist organisierte Banden am Werk – schließlich müssten die Täter für die vielen Elektrowerkzeuge auch erst einmal genügend Abnehmer finden.

Die Polizei reagiert mit verstärkten Streifenfahrten auf solche Diebstahlserien, wie es sie im Kommissariatsbereich in den vergangenen Jahren schon mehrfach gegeben hatte. Und sie setzt auf Prävention bei den Unternehmen: Wenn möglich, sollten diese ihre Fahrzeuge in Hallen parken. Auch Autoalarmanlagen könnten helfen. Eine weitere Möglichkeit sei es, die Fahrzeuge abends leer zu räumen und dies beispielsweise mittels Aufklebern auch deutlich zu machen.

Prävention ist schwer zu leisten

Das im aktuellen Fall betroffene Unternehmen war schon mehrfach von Diebstählen betroffen. Mal waren Elektrowerkzeuge das Ziel, mal wurde ein Dutzend Katalysatoren abgebaut und gestohlen. Man habe sogar schon einen Sicherheitsdienst beauftragt, sagt der Mitarbeiter – doch das sei auch ein großer Kostenfaktor. Ruhe sei zwischenzeitlich eingekehrt, als man die Wagen auf einem von Kameras überwachten Hof habe abstellen können. Aber da gebe es ja immer auch das Datenschutzproblem, dass die Kameras keinen öffentlichen Bereich miterfassen dürften. Aus insgesamt 70 Fahrzeugen abends alle teuren Gerätschaften herauszunehmen, sicher wegzuschließen und morgens wieder einzuladen, sei hingegen nicht praktikabel, so der Mitarbeiter. Dies würde einerseits viel Arbeitszeit kosten, andererseits gebe es bei einer solchen Masse an Elektrowerkzeugen auch noch das Platzproblem.

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