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Nachrichten Timbersport in Isernhagen: Echte Kerle hacken Holz
Region Isernhagen Nachrichten Timbersport in Isernhagen: Echte Kerle hacken Holz
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00:24 18.04.2018
Der zweimalige Vize-Weltmeister Martin Komarek kommt beim Standing Block Chop nur leicht ins Schwitzen. Quelle: Philipp Bader
Isernhagen H.B

 Die Luft riecht nach Holz, Männerschweiß, Benzin und Bratwurst, kurz gesagt: maskulin. Auf dem Gelände der Firma Glockzin im Gewerbegebiet Isernhagen H.B. wird es am Sonnabendmorgen richtig laut. Timbersports steht auf dem Programm: Die bereits im 19. Jahrhundert entstandene Sportart vereint vieles, was vor allem dem männlichen Teil der Zuschauer gefällt: Körperkraft, Geschicklichkeit und schweres Gerät, mit denen es darum geht, in verschiedenen Disziplinen möglichst schnell Holz zu spalten. Auch in Deutschland erfreut sich der Sport mittlerweile große Beliebtheit.

 

 Großer Sport in im H.B.er Gewerbebiet

Das Publikum kann an diesem Tag den Auftritt zweier absoluter Top-Athleten ihrer Zunft erleben: Mit dem achtmaligen deutschen Meister Dirk Braun und dem zweimaligen Vize-Weltmeister Martin Komarek stehen sich zwei langjährige Freunde und Kontrahenten gegenüber. In sechs Disziplinen mit verschiedenen Werkzeugen - von der Axt bis zur großen Motorsäge – sollen sie das Holz zum Splittern bringen. 

Los geht es mit der Axt: Beim sogenannten Standing Block Chop geht es darum, mit drei Schlägen ein senkrecht befestigtes Stück Holz zu spalten. Eigentlich kein Problem, Komarek kommt dabei nicht mal ins Schwitzen. Bei Braun sieht dies schon etwas anders aus – sein Stamm bereitet ihm Sorgen. „Es ist für den Sportler ein Problem, wenn zum Beispiel ein eingewachsener Ast im Weg ist“, erläutert Moderator und Kampfrichter Thorsten Schledorn. „Aber das ist eben Natur, damit muss man als Sportler klar kommen.“

 Komarek lässt die Kettensäge aufheulen

Danach kommt endlich schwereres Gerät zum Einsatz. Die professionelle Hotsaw macht nicht nur ordentlich Lärm, sie frisst sich auch in atemberaubender Geschwindigkeit durch das Holz. Das Ziel in dieser Disziplin: mit der 28 Kilogramm-schweren und bis zu 80 PS starken Säge einen „Cookie“ aus dem Stamm zu schneiden, also eine Holzscheibe. Dann wird es für zwei Zuschauer ernst: Ingo und Florian dürfen sich auf Drängen ihre weiblichen Begleitungen hin selbst an der zwei Meter langen Handsäge mit Namen „Longsaw“ probieren. Beide schlagen sich überraschend gut und schneiden nach kurzer Eingewöhnungszeit jeweils einen „Cookie“ vom Stamm ab. „Geht ganz schön auf die Arme“, lautet Ingos Säge-Fazit. „Aber auf jeden Fall eine krasse Erfahrung“, fügt Florian hinzu. Als überdimensionalen Orden dürfen beide ihre Holzscheiben mit nach Hause nehmen. 

Zum großen Finale treten noch einmal die Profis gegeneinander an, und zwar in der Disziplin „Springboard“. Dabei schlägt man Kerben in einen aufrecht stehenden Holzstamm, um Bretter darin zu platzieren und so den Stamm Stück für Stück zu erklimmen. An der Spitze gilt es dann, den Baumstamm mit der Axt zu zerschlagen. In einem engen Rennen setzt sich am Ende der Tscheche Komarek knapp gegen seinen Konkurrenten Braun durch – der muss eines der Bretter neu befestigen, weil eine der Kerben schlecht geschlagen ist. Erschöpft geben sich die Kontrahenten die Hände. Stämme und Splitter liegen überall verteilt, und der Schweiß steht den echten Kerlen auf der Stirn.

Von Philipp Bader

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