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Nachrichten Ausschuss lehnt Seniorenbeirat ab
Region Isernhagen Nachrichten Ausschuss lehnt Seniorenbeirat ab
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14:12 14.09.2018
Bei der Informationsveranstaltung zum Seniorenbeirat im August waren rund 40 Senioren der Einladung der Gemeinde gefolgt. Quelle: Gabriele Gerner
Isernhagen

Sechs Unterstützer waren am Donnerstagabend ins Rathaus gekommen, um sich für die Gründung eines Seniorenbeirats für Isernhagen stark zu machen. Aus Sicht des Publikums allerdings ohne Erfolg: Der Ausschuss für Soziales, Familie, Jugend und Senioren sprach sich nach reger Diskussion mit großer Mehrheit gegen ein solches Gremium aus.

Für Antragsstellerin Ute Bobe (parteillos) sollte der Seniorenbeirat ein Gremium werden, das durch Anträge ins politische Geschehen eingreifen könnte. Renate Vogelgesang (CDU) sieht dafür allerdings keine Notwenigkeit. Es seien schon genug Senioren im Rat vertreten, meinte Vogelgesang und ergänzte: „Wir sind schon so gut in der Gemeinde vernetzt, dass ein zusätzliches Gremium das politische Arbeiten erschweren könnte.“ Bobe widersprach: Für sie hätten Ratspolitiker nur die „Parteibrille“ auf, ein Seniorenbeirat sei dagegen unparteiisch. „Dieses Gremium kann den Rat entlasten“, untermauerte sie ihre Argumentation.

Allerdings konnte sie damit ihre Ausschusskollegen nicht überzeugen. „Das wäre eine zusätzliche finanzielle Belastung“, argumentierte Jürgen Klingler (AfD). Auch die Erste Gemeinderätin Nicole Jürgensen sprach sich gegen solch ein Gremium aus: „Viele Dinge, die in Seniorenbeiräten laufen, laufen bei uns ohnehin schon durch Herrn Henneberg.“ Dieser Aussage stimmte der Großteil der Politiker zu. Ralf Henneberg kümmert sich in der Abteilung Soziales um Seniorenangelegenheiten. „Er hat sein Ohr ganz nah an den Senioren“, bestätigte Ute Schaumann, die den Präventionsrat im Ausschuss vertritt.

Jeder vierte Isernhagener ist mindestens 60 Jahre alt. Bei einem Informationstreffen für die älteren Bürger im August waren allerdings nur rund 40 Interessierte ins Rathaus gekommen. „Für uns als SPD ist dieses Ergebnis nicht aussagekräftig genug“, sagte Wolfgang Dorn. Aus sieben Vorstandsmitglieder und ebenso viele Stellvertreter müsste der Beirat bestehen – Dorn glaubt nicht recht daran, dass sich genug Ehrenamtliche dafür finden würden.

Ute Bobe stellte daraufhin den Antrag für eine Umfrage, wie viele Ältere für einen Seniorenbeirat wären und ob sie sich dort auch engagieren würden. Allerdings wurde auch das mehrheitlich abgelehnt. „Damit sollte das Thema hier erstmal vom Tisch sein“, beendete die Ausschussvorsitzende Gudrun Krone-Höpfner (SPD) die Debatte.

Von Laura Ebeling

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