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Nachrichten Großer Andrang im neuen Feuerwehrhaus
Region Isernhagen Nachrichten Großer Andrang im neuen Feuerwehrhaus
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13:40 23.09.2018
Till-Ole Hubert, Mitglied der Jugendfeuerwehr, führt durch das neue Feuerwehrhaus und zeigt den Bereitschaftsraum. Quelle: Heine
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Isernhagen H.B

Zwei Wochen nach ihrem Umzug hat die Ortsfeuerwehr von H.B. am Sonnabend die Türen ihres neuen, 3,1 Millionen Euro teuren Domizils an der Burgwedeler Straße weit geöffnet, um den Anwohnern das Gebäude zu präsentieren – das Interesse war riesig.

„Ich bin überrascht, wie groß und hell die Räume für die Kinder und Jugendlichen sind", sagte Besucherin Ilona Schawaller. Jugendwart Benjamin Bartling geriet sogar ins Schwärmen. „Wir sind super glücklich mit unserem Quartier. Wir haben jetzt ein Sofa, ein Fernsehgerät und bekommen noch einen Beamer und ein Whiteboard."

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Es gab viele Rundgänge durch das neue Haus am Sonnabend. Auch Till-Ole Hubert, Mitglied der Jugendfeuerwehr, ließ sich als als Lotse durchs neue Domizil einspannen. Und er beschränkte sich dabei nicht auf die Räume für den Nachwuchs. Till-Ole öffnete Spinde und abschließbare Fächer, präsentierte die Küche mit dem programmierbaren Herd und einem feuerroten Hydranten als Deko, den Bereitschaftsraum sowie das stattliche Lager für Löschdecken, Strahler und Schleifkorbtragen, in dem sich jetzt auch ein Gabelstapler befindet.

"Es ist alles noch nicht ganz fertig", fasste Ortsbrandmeister Robert de la Chaux den Stand der Dinge zusammen. „Die Handwerker geben sich die Klinke in die Hand. Vor allem im Außenbereich gibt es noch Restarbeiten“ – aber: Die 44 Aktiven, 12 Jugendlichen und 14 Kinder fühlten sich im neuen Haus schon pudelwohl. Kein Wunder: Die Nutzfläche hat sich gegenüber dem alten Standort etwa vervierfacht. "Wir sind jetzt alle viel motivierter und nutzen das Haus bereits als Treffpunkt", berichtete de la Chaux.

Das Projekt Feuerwehrhaus habe „schlimm begonnen und schlimm geendet“: Zu Beginn der Bauphase war eine gerade errichtete Mauer wieder eingestürzt, zum Schluss gab es einen Wasserschaden. Um so froher ist der Feuerwehrchef über das doch noch gute Ende. "Wir punkten jetzt mit einer tollen Ausstattung und haben sogar einen Stromerzeugungs-Aggregat-Anhänger.“

Für die Zukunft sieht der Ortsbrandmeister die Feuerwehr also gut gerüstet - wenn auch ein Übungsplatz, der aus dem Investitionsplan gestrichen worden sei, güt noch mehr Entwicklungspotenzial gesorgt hätte. „Wie sich der demographische Wandel auswirkt und wie viele Freiwillige wir künftig noch haben werden, wird sich in den nächsten Jahren zeigen", sagte de la Chaux. Personallücken seien aus den Reihen der Jugendfeuerwehr nicht immer zu schließen. "Wir hatten zehn Übertritte aus der Jugendfeuerwehr, die haben sich innerhalb eines einzigen Jahres auf drei reduziert “ – die jungen Aktiven wechselten berufsbedingt den Wohnort.

Von Sybille Heine