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Nachrichten Schulen: Politiker für Raumkonzept
Region Hemmingen Nachrichten Schulen: Politiker für Raumkonzept
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16:13 23.08.2018
Vor der KGS gibt es bereits eine Baustelle: Dort entsteht der neue Campus. Was im Innern des Gebäudekomplex an Räumen dazu kommt oder anders genutzt werden soll, wird im neuen Raumkonzept für die Hemminger Schulen geklärt. Quelle: Torsten Lippelt
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Hemmingen

An welcher Schule soll angebaut werden? Lassen sich vorhandene Räume anders und damit besser nutzen? Diese und andere Fragen sollen in einem Raumkonzept geklärt werden, mit dem die Stadt Hemmingen ein Planungsbüro beauftragen will.

Das hat der Fachausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig befürwortet. Noch kann der Auftrag aber nicht vergeben werden. Erst muss noch der Rat zustimmen, der am 13. September tagt. Der Ausschuss folgte einem Antrag von SPD und CDU. Demnach soll das Raumprogramm auf der Grundlage des Schulentwicklungsplans erstellt werden – zusammen mit Schulleitungen, Stadtschulelternrat sowie den Eltern- und Schülervertretungen.

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Bündnisgrüne und DUH stimmten dem Antrag zu. Die Grünen forderten aber den Konzeptentwurf schon zwei Wochen vor der Präsentation im Ausschuss zu erhalten, um genügend Zeit zu haben ihn in der Fraktion zu diskutieren, wie Roman Binder erläuterte. Der DUH-Fraktionsvorsitzende Wolf Hatje merkte zu dem Antrag der Großen Koalition an – scherzhaft, wie er betonte – ob die Verwaltung nicht wisse, was sie zu tun habe. Zum Hintergrund: Als der Fachausschuss im Juni getagt hatte, zeichnete sich bereits ab, dass es ohne ein Raumkonzept nicht weitergeht. Die Verwaltung hatte in ihrer aktuellen Drucksache für den Ausschuss im August keinen Beschluss vorgeschlagen. Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing hatte in der vergangenen Woche gegenüber dieser Zeitung deutlich gemacht, hätte die SPD/CDU nicht das Erstellen eines Raumkonzeptes beantragt, wäre das auch der Vorschlag der Verwaltung gewesen. „Die Raumnot ist vorhanden, deswegen der Antrag“, sagte Kerstin Schönamsgruber (SPD) am Mittwochabend zu Hatjes Anmerkung.

Die kleinen Reiberei zwischen Großer Koalition und der DUH kümmerten den kommissarischen KGS-Schulleiter Andreas Gonschior und den Elternratsvorsitzenden Thorsten Langner wenig. Sie begrüßten, dass sich die vier Ratsfraktionen beim Raumkonzept einig seien. Gonschior sprach von einem „guten Kompromiss aus Schnelligkeit und Sorgfalt der Planung“. Mittlerweile stehe fest, dass durch die Rückkehr zu 13 Schuljahren bis zum Abitur in einem Jahrgang mindestens 100 Schüler mehr sein werden als sonst. Langner riet angesichts dieses Zeitdrucks „gegebenenfalls zu einer Zwischenlösung – in welcher Form auch immer“.

Von Andreas Zimmer

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