Für den SPD-Ratsfraktionschef Jens Beismann steht im Vordergrund, bei der Entlastung der großen Ortsteile nicht Devese und Hiddestorf im Übermaß zu belasten. „Wir haben die Leute in Devese nicht vergessen“, sagt Beismann. Ziel solle sein, die Belastung wegen des Durchgangsverkehrs zu entschärfen. Beismann erinnert daran, dass der Rat das jetzt vorgesehene B-3-Kreuz nie aktiv unterstützt, sondern seine Bedenken gegen den vorgesehenen Ausbaustandard vorgebracht habe. Bei der Wahl „Diese oder keine“ habe sich die Mehrheit dann für die Umgehung entschieden. Der Fraktionvorsitzende regt an, eine Informationsveranstaltung zu organisieren, zu der das Landesamt für Straßenbau eingeladen wird. Dieses könne dort seine Sicht der Dinge darstellen.
Die Sozialdemokraten weisen aber auch auf die Belastungen durch Schadstoffe und Lärm hin, die die B-3-Anlieger mit bis zu 30 000 Fahrzeugen pro Tag zurzeit zu ertragen hätten. Zudem würden Arnum und Hemmingen-Westerfeld in voller Länge durchschnitten. Die Straße zu überqueren, sei für Schulkinder sowie ältere und behinderte Menschen schwierig, schreibt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Karl-Heinz Josten in einer Mitteilung. Für Arnum böte sich mit der Umgehung die Chance, einen attraktiven Ortskern zu entwickeln. „Wer jetzt neue Planungen fordert, will offensichtlich die Umgehung verhindern“, sagt er.
von Stefan Vogt