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Region Hemmingen Nachrichten Lärmplan: Grüne fordern Nachbesserungen
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00:19 23.11.2018
Der Aktionsplan geht auch auf die Lärmbelastungen nachts an der B3 ein. Das Bild zeigt die Kreuzung mit der Deveser Straße in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

Auf den Hemminger Lärmaktionsplan ist Ulrike Roth (Bündnisgrüne) nicht gut zu sprechen. Wenn sie sich die Stellungnahmen vom Land und von der Region Hannover zum aktuellen Entwurf der Stadtverwaltung ansieht, „dann stellen sich mir die Nackenhaare hoch“, sagte sie. Denn einerseits werden darin richtigerweise die Verkehrssicherheit und der Lärmschutz herausgestellt, andererseits sei die Stadt Hemmingen bisher mit allen entsprechenden Anträgen an höherer Stelle gescheitert. Der Plan habe sich in dieser Hinsicht als „stumpfes Schwert“ erwiesen.

Ausgerechnet die B3-Umgehung sei nun „die bedeutendste Lärmminderungsmaßnahme“ im aktualisierten Plan. „Natürlich führt die B-3-neu zu einer Entlastung, aber an anderer Stelle führt sie zu einer Belastung“, sagte Roth in der jüngsten Sitzung des städtischen Fachausschusses. So ist es auch im Planentwurf formuliert. Stadtplanerin Angela Anders gab zu bedenken, dass bei den Berechnungen zum Lärmschutz der B-3-neu die vorgeschriebenen Werte eingehalten werden. Im Entwurf heißt es: „Zum Teil ist sie als Trogstrecke geplant, um die Schallausbreitung möglichst gering zu halten. In Bereichen, wo dies nicht möglich ist und die Grenzwerte überschritten sind, sind Lärmschutzwälle oder -wände vorgesehen.“ Ulrike Roth forderte, den Passus um den Ratsbeschluss vom Juni 2016 zu ergänzen: Demnach soll auf der B-3-neu zwischen Devese und dem Landwehrkreisel Tempo 70 gelten. Seit diesem Beschluss war jedoch eine Kommunalwahl und einige Ausschussmitglieder hörten jetzt in der Sitzung zum ersten Mal davon. Auch deshalb wurde der Planentwurf zur weiteren Beratung in den am 22. November vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss gegeben.

Am 29. November soll dann der Rat den Lärmaktionsplan beschließen – sonst gibt es Ärger von höherer Stelle. Denn Abgabetermin war laut Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, bereits am 15. November, doch im Ministerium sei mit Verweis auf die Ratssitzung noch ein paar Tage Aufschub gewährt worden.

Ulrike Roth machte ferner deutlich: „Aufgabe des Plans ist es auch, nicht verlärmte Bereiche zu schützen.“ Es gebe zwar einen Abschnitt zum Thema „Schutz ruhiger Gebiete“, aber auch hier sollte klarer formuliert werden. Ebenso sollte nicht allgemein von Hauptverkehrsstraßen die Rede sein, sondern konkret von der B-3-neu. „Sie ist nicht vergleichbar mit der Weetzener Landstraße, die auch eine Hauptverkehrsstraße ist. Wir müssen das alles jetzt reinschreiben für spätere Diskussionen.“ Schedler erläuterte, dass der Plan in erster Linie vorhandene Lärmquellen beschreibe, die gesundheitsschädlich sein können.

Die CDU befürwortet die Grüne-Welle-Ampelschaltung als Lärmschutz sowie die Vorschläge für Tempo 30 auf Ortsdurchfahrten wie im Alten Dorf in Hemmingen-Westerfeld und auf den Ortsdurchfahrten der B3 in Arnum und Hemmingen-Westerfeld. Auf der Ortsdurchfahrt Devese gilt zurzeit Tempo 30 - auch das solle so bleiben, sagte Christian Baxmann (CDU). Im Planentwurf heißt es hierzu bereits: „In Devese wurden mit der Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde gute Erfahrungen gemacht.“

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Von Andreas Zimmer

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