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Region Hemmingen Nachrichten Seniorin stirbt in brennendem Elektro-Rollstuhl
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00:15 28.03.2019
Einsatzkräfte der Feuerwehr beginnen nach dem Löschen des Wohnungsbrandes mit den Aufräumarbeiten. Quelle: Clemens Heidrich
Hemmingen-Westerfeld

Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Hemmingen-Westerfeld ist am Montag eine 66 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Die tote Seniorin wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr in ihrem brennenden Elektro-Rollstuhl gefunden. Eine brennende Zigarette hatte das Feuer ausgelöst.

Bewohner werden durch Rauchmelder aufgeschreckt

Nachbarn hatten gegen 1.40 Uhr den Rauchmelder in der Erdgeschosswohnung des Acht-Parteien-Hauses an der Straße Am Gutshof am Ortseingang von Hemmingen-Westerfeld gehört und die Feuerwehr alarmiert. Sie selbst flüchteten ins Freie. Beim Eintreffen der Rettungskräfte standen in der betroffenen Wohnung der Elektrorollstuhl und das Mobiliar darum herum in Flammen. Die Feuerwehr fand die tote Seniorin anschließend in ihrem elektronischen Rollstuhl. Die Alleinstehende hatte sich nicht mehr rechtzeitig daraus befreien können. Die Feuerwehr konnte den Brand in dem als Wohn- und Schlafraum genutzten Raum schnell löschen. „Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz in die Wohnung vor“, erläuterte Stadtfeuerwehrsprecher Lennart Fieguth.

Zwei Frauen, die ins Freie geflüchtet waren, konnten sich im Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr aufwärmen. Beide konnten noch ihre Bademäntel überziehen. Die Feuerwehr ging alle Wohnungstüren ab und machte auf den Brand aufmerksam. Eine Frau befand sich noch im dritten Stockwerk. Auch sie wurde später im Transportwagen von der Feuerwehr betreut.

„Durch den Einsatz eines Rauchvorhanges konnte der Rauch aus der Brandwohnung weitestgehend zurückgehalten und die Frau durch die Feuerwehr sicher nach draußen begleitet werden.“ Der Schutzvorhang bestehe aus einem nicht brennbaren Tuch an einer Stange, die in den Türrahmen eingeklemmt wird, hier also von der Wohnung, in der es gebrannt hatte. Die VGH Hemmingen hatte den Rauchverschluss im April 2017 gespendet. Der Vorhang gehört nicht zur Standardausrüstung der Feuerwehren.

Zigarette löste den Brand aus

Die Bewohner konnten etwa gegen 4 Uhr wieder in ihre Wohnungen. Insgesamt 45 Mitglieder der Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld, Devese und Wilkenburg waren mit insgesamt neun Fahrzeugen im Einsatz, ebenso der Rettungsdienst mit vier Kräften sowie die Polizei und Vertreter der Stadtverwaltung. Die Dorfstraße war voll gesperrt. Der Einsatz unter der Leitung von Thorsten Heitmann, Ortsbrandmeister von Hemmingen-Westerfeld, dauerte Fieguth zufolge bis 5 Uhr.

Am Vormittag konnte die Brandermittler die Ursache für das Feuer feststellen: Eine Zigarette hatte den Brand ausgelöst. Der Schaden an der Wohnung wird auf 50.000 Euro geschätzt.

Der letzte Feuerwehreinsatz mit einem Toten im Hemminger Stadtgebiet war im Juni 2017. Beim Brand eines Einfamilienhauses in Wilkenburg wurde ein 54-Jähriger leblos geborgen. Er starb an einer Rauchvergiftung.

Der letzte größere Einsatz an der Straße Am Gutshof in Hemmingen-Westerfeld in der Nähe des Kulturzentrums bauhof liegt länger zurück. Im September 2016 war eine ältere Frau in einer Wohnung gestürzt und konnte nicht mehr aufstehen, um die Tür zu öffnen. Die Feuerwehr hebelte die Wohnungstür auf.

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Von Ingo Rodriguez, Andreas Zimmer und Stefan Bürgel

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