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Nachrichten Comedian Thomas Nicolai begeistert im ausverkauften bauhof
Region Hemmingen Nachrichten Comedian Thomas Nicolai begeistert im ausverkauften bauhof
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11:38 27.05.2019
Begleitet vom Keyboarder Robert Neumann begeistert Comedian Thomas Nicolai im bauhof mit gekonnten Musik- und Prominentenparodien in wechselnden Kostümierungen. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen-Westerfeld

Wenn James Brown seine Version eines Helene-Fischer-Liedes singt und Frank Sinatra Rammstein interpetiert, dann ist Thomas Nicolai nicht weit. Der Comedian - nach eigenem Bekunden der „lustige Mann aus Sachsen“ – unterhielt am Wochenende im ausverkauften Kulturzentrum bauhof in Hemmingen-Westerfeld gemeinsam mit seinem Keyboarder und Showassistenten Robert Neumann die rund 100 Gäste. Etwa drei Stunden lang brillierte der sachsenstämmige Wahlberliner in seinem Programm „Vorspiel und andere Höhepunkte“ mit einem abwechslungsreichen Spektrum an Prominentenparodien, Comedygags und eigenwilligen Musikinterpretationen.

Thomas Nicolai als Klaus Kinski

So schlüpfte Nicolai überaus wandlungsfähig und in Tonfall und Mimik beeindruckend in die Haut des exzentrischen Schauspielers Klaus Kinski. Wer diesen einmal an der Fleischtheke des Supermarktes oder bei einer Fahrzeugkontrolle so erlebt hätte, würde zum Veganer oder künftig nur noch zu Fuß gehen. Auch Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer und Didi Hallervorden statteten mit weiteren A- und B-Promis mit kurzen Einlagen einen Besuch auf der bauhof-Bühne ab. Zu seinen mal schrägen, mal witzigen Typen gehörten aber auch Fantasiefiguren wie der Pulloverheld Patrick Schleifer aus Schkeuditz, der an seinem Traum vom Las-Vegas-Superstar als Mental-Magier arbeitet, die Berliner Rentnerlegende Buletti und - als Zugabe - Patrick Schleifer mit seinem Zwillingsbruder Ronny.

Nicolai versetzte sich aber nicht nur in die Rollen anderer Menschen, sondern wusste auch mit gekonnten Musikparodien und eigenen Interpretationen zu begeistern. Da wurden seiner Meinung nach depressive Deutsch-Pop-Songs mit Polka-Hintergrundmusik fröhlich aufgepeppt, James Brown sang seine Version eines Helene Fischer-Liedes und Frank Sinatra interpretierte Rammstein.

„De Garmen“ – so die original auf sächsisch angekündigte Publikumsassistentin bei einer Zaubershow – erkannte trotz scheinbar verbundener Augen die grüne beziehungsweise rote Farbe der Zuschauerkleidung. Kein Wunder, wenn der Magier sie aufforderte: „Ergrüüüünnnde das doch mal. Oder Erroote es einfach.“

Über die Tücken und Wahrhaftigkeit von deutschen Kontaktbörsen im Internet philosophierte anschließend radebrechend ein Russe aus „Imsk bei Umsk“. Der, selbst angeblich 2,05 Meter groß, aussehend wie Brad Pitt und mit Doktortitel, überraschenderweise nur Frauen traf, die wie die Großmütter seiner versprochenen Kontakte aussahen: „Wo ist Deine Enkeltochter?“

Publikum im bauhof fordert Zugabe

Bei der Zugabe ging es unter starkem Applaus und Gelächter dann zwischen „Schtooons“ und „Uuuriiiaahh Heeep“ mit munteren Textabwandlungen zu Popsongs um Klosterfrau Melissengeist, Wick Medinait und Granufink.

„Unser Programmtitel ,Vorspiel‘ klingt versaut, aber das Einzige, was versaut ist, wird Ihr Abend sein“, hatte Thomas Nicolai seinem Publikum zu Beginn noch angedroht. Ganz im Gegenteil: Es war alles „einwandfrei“, wie der Sachse so gern sagt.

Lust auf einen Besuch im bauhof bekommen? Hier gibt es das Programm bis Juni.

Und hier gibt es mehr Infos zum aktuellen Programm von Thomas Nicolai.

 

Von Torsten Lippelt

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