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Nachrichten Feuerwehr-Spezialtraining im Fitnesscenter
Region Hemmingen Nachrichten Feuerwehr-Spezialtraining im Fitnesscenter
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16:30 12.02.2019
Ungewöhnlicher Übungsabend: Die Feuerwehr trainiert in voller Montur im Fitnesscenter. Quelle: privat
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Hemmingen-Westerfeld/Wilkenburg

Feuerwehrleute trainieren in einem Fitnesscenter auf Laufband, Stepper und Crosstrainer – warum nicht? Aber in voller Einsatzkleidung und mit komplettem Atemschutz und das nicht etwa nach Geschäftsschluss, sondern mitten im normalen Betrieb? Da mussten selbst Stammgäste schon zwei Mal hinsehen, um das zu glauben.

Zugegeben: Selbst Thorsten Heitmann, Ortsbrandmeister von Hemmingen-Westerfeld, spricht von einem „ungewöhnlichen Übungsabend“ der insgesamt 14 Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren Hemmingen-Westerfeld und Wilkenburg im Fitness Park an der Carl-Zeiss-Straße. Aber das Ganze geschah aus gutem Grund: Einmal im Jahr müssen Atemschutzgeräteträger ihre Tauglichkeit auf der Atemschutzübungsstrecke an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg nachweisen. „Dabei sind Laufband, Fahrradergometer, eine Endlosleiter, der sogenannte Schlaghammer und die Kriechstrecke zu durchlaufen und bestimmte Arbeitswerte zu erbringen.“ Dafür müssen die Feuerwehrmitglieder fit sein.

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Nur ein Bestandteil der Schutzkleidung wurde im Fitnesscenter ersetzt: Die Feuerwehrleute durften Turnschuhe anstatt der Einsatzstiefel tragen. Dennoch: „Eine schweißtreibende und anstrengende Angelegenheit“, sagt Heitmann. Atemschutzgerät und Schutzkleidung wiegen schließlich insgesamt rund 20 Kilogramm. So sei denn auch der Luftvorrat in der Atemluftflasche nach etwa 25 Minuten aufgebraucht gewesen. „Das wurde durch lautes, anhaltendes Pfeifen durch die Sicherheitseinrichtung anzeigt“ - und zwar nach und nach in der Reihenfolge, in der die Feuerwehrleute ihr Training begonnen haben.

Eine weitere Erkenntnis der speziellen Feuerwehrfitness: „Es zeigten sich die Vorteile der neuen Schutzkleidung. Die höhere Bewegungsfreiheit durch die kürzere Einsatzjackenform, der geringere Hitzestau in der Schutzkleidung, höhere Wärmeabgabe nach außen und der bessere Tragekomfort durch eingearbeitete Polster wurden von allen Einsatzkräften als sehr angenehm empfunden.“

Der Kontakt zu Uwe Zimmermann, Geschäftsführer des Fitness Parks, kam über ein Feuerwehrmitglied zustande, das auch Mitglied im Fitnesscenter ist. Gehen nun weitere Ortsfeuerwehren aus dem Hemminger Stadtgebiet auf die Fitnessstrecke? Bislang sei es eine einmalige Aktion, und was für eine. „Das Fazit der Teilnehmer war ein gelungener Übungsdienst – trotz der Anstrengungen.“

Die Hemminger Feuerwehr hat die neue Schutzkleidung in der Sauna getestet. Den Bericht finden Sie hier.

Mehr zum Thema Schutzkleidung gibt es auf dieser Seite.

Von Andreas Zimmer

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