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Region Hemmingen Nachrichten Eltern sollen Kinder schon früher aus Hort abholen dürfen
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17:39 08.05.2019
Notieren, wann die Eltern zum Abholen kommen: Die neuen Regelungen im Hort sollen ab August gelten. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / Uwe Anspach
Hemmingen

Das dürfte viele Eltern freuen: Die Stadt Hemmingen will ein „Rundum-Sorglos-Paket“ für die Kinderbetreuung schnüren. Ab August 2019 soll es Hortgruppen geben, aus denen die Kinder schon um 14.30 Uhr abgeholt werden. Bislang ist dies erst ab 16 Uhr möglich. Ebenfalls zum August will die Stadt die Geschwisterregelung in den Kindergärten ändern.

Seit der Einführung der freiwilligen Ganztagsgrundschule in Hemmingen zum Schuljahr 2018/19 gibt es zwar noch den Hort, aber nur bei der Früh-, Spät- und Ferienbetreuung. Doch es habe sich gezeigt, dass einige Eltern ihre Kinder schon früher abholen möchten, erläutert Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing. In der Ganztagsgrundschule gebe es aber eine Schulpflicht, also sei das Abholen erst um 16 Uhr möglich.

Neue Abholzeit im Hort

Die mögliche Lösung laute nun: Die Stadt richtet kostenpflichtige Hortgruppen in den Schulgebäuden ein - in Arnum und Hemmingen-Westerfeld als größte Stadtteile jeweils zwei Hortgruppen und im kleineren Hiddestorf eine. Eltern könnten dann ihre Kinder schon um 14.30 Uhr abholen. Gerwing spricht von einem „Rundum-Sorglos-Paket“, denn Eltern könnten somit insgesamt zwischen drei Abholzeiten entscheiden: 13, 14.30 oder 16 Uhr. „Damit wollen wir den Eltern einen Riesenschritt entgegen kommen“, sagt Gerwing.

Zu dem 14.30-Uhr-Modell gehöre die Betreuung im Frühdienst von 7 bis 8 Uhr und eine Ferienbetreuung von 7 bis 16.30 Uhr und sei nur so als Gesamtpaket zu buchen. Die Kosten für die Eltern richten sich nach deren Einkommen und belaufen sich auf 37 bis 93 Euro im Monat. Eine Teilnahme am Ganztag der Schule an einzelnen Tagen sei möglich, reduziere aber nicht die Hortgebühren. Die Verwaltung argumentiert, die Konstruktion müsse genau so sein, um eine Betriebsgenehmigung zum Hortbetrieb zu erhalten. Die Gruppen in Arnum und Hemmingen-Westerfeld seien bereits genehmigt. Dort werde das Modell auch seit dem zweiten Schulhalbjahr, also Februar 2019, praktiziert, allerdings noch ohne Gebühr.

Das neue Sorglos-Paket beschert der Stadt jährliche Einnahmen bei den Gebühren in Höhe von 40.000 Euro. Hinzu kommen 60.000 Euro jedes Jahr als Personalkostenzuschuss vom Land.

Geringere Kosten für die Frühbetreuung

Die Stadt will die Eltern weiter entlasten. Die Verwaltung schlägt vor, die Kosten für die Frühbetreuung auf 16 bis 40 Euro im Monat zu verringern, bisher 24 bis 60 Euro im Monat, und die Spätbetreuung, bisher 9 bis 24 Euro im Monat, soll sogar künftig gratis sein.

Eine Änderung ist auch bei der Geschwisterregelung in Kindergärten geplant. Die Stadtverwaltung hat auf Anregung der Ratsfraktionen von SPD und CDU die entsprechende Satzung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Verwaltung schlägt vor die Satzung zu ändern.

Bisher brauchen Eltern für ein Kind, wenn Geschwister gleichzeitig eine Kita im Stadtgebiet besuchen und gemeinsam im Haushalt wohnen, für das zweitälteste Kind nur die Hälfte zahlen. Für jedes weitere entfällt die Gebühr ganz. Bei der geplanten neue Regelung ist nicht das Alter entscheidend, sondern der Höchstbetrag. Sie sieht vor, für das Kind mit dem höchsten Betrag 100 Prozent zu zahlen, für das mit dem zweithöchsten 50 Prozent und für alle weiteren Kinder nichts.

Geschwisterregelung in Kita soll geändert werden

Ein aktuelles Beispiel: Eine Alleinerziehende hat ein Kind in der Krippe. Sie muss die volle Gebühr entrichten. Gutverdiener haben ein Kind im Kindergarten und eines in der Krippe. Sie zahlen nur die ermäßigte Gebühr. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Beismann hatte es in einer Sitzung im Februar so formuliert: „Wenn man fürs erste Kind nichts zahlt, darf man nichts fürs zweite einen Rabatt bekommen.“

Laut Verwaltung hat etwa die Hälfte der Städte und Gemeinden in der Region Hannover ihre Gebührenordnung entsprechend geändert. In Hemmingen würde dies etwa 50 Kinder in der Krippe und zwei Kinder in der Tagespflege betreffen. Die Stadt nimmt dadurch mehr ein: Sie schätzt die Summe auf jährlich etwa 70.000 Euro. Die Verwaltung argumentiert, dass die Geschwisterregelung grundsätzlich dazu dienen soll, dass die monatliche finanzielle Belastung einer Familie nicht zu hoch wird. Die geltende Regelung sei aber überholt, denn inzwischen seien die gebührenfreie Ganztagsgrundschule und der gebührenfreie Kindergarten eingeführt worden. Gebühren werden zurzeit nur für die Früh-, Spät-, Ferien- und Hortbetreuung erhoben.

Der Fachausschuss berät am Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, im Rathaus öffentlich über die Vorschläge. Der Ratsbeschluss ist für Donnerstag, 23. Mai, vorgesehen.

Von Andreas Zimmer

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