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Nachrichten Grundschule: Neues Raumkonzept ist Minimallösung
Region Hemmingen Nachrichten Grundschule: Neues Raumkonzept ist Minimallösung
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16:11 15.03.2019
Die Grundschule in Hemmingen-Westerfeld. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen-Westerfeld

Kinder, Lehrer, weitere Mitarbeiter und Besucher in der Grundschule Hemmingen-Westerfeld sollen mehr Platz bekommen. Wo und wie, das soll ein Architekturbüro in einer Machbarkeitsstudie ermitteln. So wird es der Rat voraussichtlich am 28. März beschließen.

Im Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration am Donnerstagabend gab es noch kein endgültiges Votum, weil die Fraktionen noch Fragen haben. Diese Zeitung fasst die wichtigsten Antworten und Fragen der etwa einstündigen Präsentation und Diskussion zusammen.

Was sieht das Raumkonzept vor?

Etwa 365 Quadratmeter Nettofläche fehlen, Wände und Flure kommen also noch hinzu. Benötigt werden vor allem eine Mensa, aber unter anderem auch Gruppenräume. Der Kopierer, derzeit noch im Lehrerzimmer, soll einen neuen Platz bekommen. Zu diesem Schluss kommt die Beratungsgesellschaft Dr. Garbe, Lexis & von Berlepsch mit Büro in Niedernwöhren (Landkreis Schaumburg).

Sind drei Gruppenräume nicht zu wenig?

Ideal wären acht Gruppenräume. „Doch diese machen nicht überall Sinn“, sagte Petra von Berlepsch, Mitarbeiterin der Beratungsgesellschaft. Wenn sie am entgegengesetzten Ende des Gebäudes liegen, sollte man sie lieber weglassen. Schulleiterin Ulrike Lange-Riekenberg sieht es anders. Gruppenräume nahe am Klassenzimmer wären vorteilhaft, aber ehe es keine gebe, „dann lieber welche, wo man über den Hof gehen muss“.

Die Mensa in der KGS ist etwa 230 Quadratmeter groß, die geplante in der Grundschule 140 Quadratmeter. Ist das nicht zu groß?

Von Berlepsch erläuterte, die Mensa in der Grundschule sei für 100 Schüler in einem Zwei-Schichten-Betrieb geplant. Das Essverhalten von Grundschülern sei ein anderes als bei KGS-Schülern. Je älter Letztere werden, desto weniger gehen sie grundsätzlich in die Mensa und wenn, hänge es vom Angebot ab.

Warum fehlen eigentlich Räume?

Sie werden für die offene Ganztagsgrundschule benötigt. Diese wurde zum Schuljahr 2018/19 eingeführt. Bürgermeister Claus Schacht sagte am Donnerstagabend: „Beim Ganztag sind wir zwar in Sichtweite, aber noch lange nicht so, wie wir es uns vorstellen.“ Nach den Prognosen ist die Schule bis 2029 vierzügig. Zurzeit wird die Grundschule am Köllnbrinkweg von etwa 280 Kindern besucht.

Was ist im Raumkonzept dringend notwendig und was fällt eher in die Kategorie wünschenswert?

„Das Raumkonzept ist das Minimalkonzept“, sagte Schulleiterin Ulrike Lange-Riekenberg. Acht Gruppenräume würden zurzeit auch als Inklusionsräume genutzt. „Fördermaßnahmen finden unter der Treppe im Eingangsbereich statt.“ Bleibe alles wie bisher, müsste die Ganztagsbetreuung, wenn die Schule komplett vierzügig wird, in den Klassenräumen sein. „Bisher gibt es auch keinen Rückzugsraum, in dem die Schüler mal herunterfahren können.“

Ist denn auf dem Schulgelände am Köllnbrinkweg überhaupt noch Platz?

„Es ist sehr eng“, sagte Petra von Berlepsch. Sie räumte ein: „Es ist nicht meine Ideallösung.“ Das Konzept sei aber im Hinblick auf den fehlenden Platz erstellt worden.

Wenn es an Platz fehlt, wie wichtig ist dann der Einbau eines Fahrstuhls?

Lange-Riekenberg sagte, es ließe sich organisatorisch regeln, dass alles, was barrierefrei erreicht werden muss, im Erdgeschoss liegt. Doch wenn man es mit der Inklusion ernst meine, müssten auch die Räume im ersten Stockwerk entsprechend zugänglich sein – über einen Fahrstuhl.

Könnte man auf die Machbarkeitsstudie verzichten und gleich in die Entwurfsplanung gehen?

Auch dann bedürfe es einer Vorplanung, sagte Fachbereichsleiter Axel Schedler. So groß sei der Zeitverzug bei einer Studie nicht.

Wie sind die ersten Reaktionen der Fraktionen?

„Das Raumkonzept verwaltet mehr den status quo“, kritisierte Roman Binder (Bündnisgrüne). Er forderte, „offener zu planen, damit man dann später nicht wieder neue Gebäude braucht“. So sollte es zum Beispiel einen Raum für den „Mediensupport“ geben.

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Von Andreas Zimmer

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