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Region Hemmingen Nachrichten Diese Pläne schmiedet Hemmingen
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00:17 28.04.2019
Leine-Hochwasser in Wilkenburg: Die neuen Pläne zum Hochwasserschutz in Hemmingen sollen im Mai vorgestellt werden. Quelle: Torsten Lippelt (Archiv)
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Hemmingen

Ob Stadtentwicklungskonzept oder Verkehrsentwicklungsplan: Die Stadt Hemmingen diskutiert zurzeit über etliche und teilweise sehr umfangreiche Zukunftspläne. Dabei gilt es den Überblick zu behalten. Denn bei einigen nähern sich die Debatten bald dem Ende, bei anderen gehen sie erst los. Diese Zeitung fasst die wichtigsten Punkte zur besseren Orientierung zusammen.

Hochwasserschutzplan

Vorgestellt: April 2018 (aktualisierte Machbarkeitsstudie).

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Das steht drin: Aktuelle Berechnungen haben ergeben, dass Wilkenburg viel stärker von einem HQ100 - also einem Hochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt - betroffen wäre als bisher angenommen.

Aktueller Stand der Diskussion: Der aktualisierte Entwurf wird am Montag, 13. Mai, vorgestellt. Dies geschieht in einer öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, die um 19 Uhr im Forum der KGS in Hemmingen-Westerfeld beginnt. Der Rat hatte im Juni 2018 beschlossen, bei einem Büro eine weitere Untersuchung zu beauftragen. Vorgabe war, dass die Planer unterschiedliche Szenarien berechnen und daraus konkrete Schutzvorhaben ableiten.

Wer sich hierfür interessiert, den interessiert auch: Landschaftsplan

Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

Bürgerforum zum ISEK in Hemmingen. Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)

Vorgestellt: im Februar 2017.

Das steht drin: Ob Neubaugebiete, Kita, Schulen, Shopping oder digitaler Wandel – wer wissen will, wie Hemmingen im Jahr 2030 aussehen könnte, schaut ins ISEK.

Aktueller Stand der Diskussion: Die Fraktionen stecken noch mitten in der Debatte. Der Rat hat sich einen neuen Termin gesetzt, an dem er das Konzept beschließen möchte: Es ist der 27. Juni, die letzte Sitzung vor den Sommerferien.

Wer sich hierfür interessiert, den interessiert auch: Verkehrsentwicklungsplan

Weiterlesen: Machen Sie mit beim ISEK-Quiz dieser Zeitung!

Landschaftsplan

Allee bei Arnum. Quelle: Torsten Lippelt (Archiv(

Vorgestellt: Termin steht noch aus.

Das steht drin: Es sind grundlegende Aussagen, wie sich die Landschaft entwickeln soll. Dabei spielt der Natur- und Artenschutz eine wichtige Rolle. Der neue Plan soll den bestehenden aus dem Jahr 1995 ersetzen.

Aktueller Stand der Diskussion: Ursprünglich wollte die Stadt ihn 2018 bei einem Büro in Auftrag geben, nun wird es 2019. Die Verwaltung bereitet zurzeit den sogenannten Leistungskatalog vor, aus dem hervorgeht, was alles in dem neuen Plan stehen soll.

Wer sich hierfür interessiert, den interessiert auch: Hochwasserschutzplan

Medienentwicklungsplan

Ein Schüler arbeitet am Tablet. Quelle: dpa (Symbolbild)

Vorgestellt: im Herbst 2015.

Das steht drin: Aus dem Plan geht hervor, welche neue Hard- und Software für die drei Grundschulen und die KGS in den nächsten Jahren angeschafft werden soll. Pädagogische Inhalte werden nicht erörtert, aber der Plan ist mit den Medienkonzepten der Schulen abgestimmt.

Aktueller Stand der Diskussion: Weil in der KGS das WLAN-Netz ausgebaut wurde, mussten die Grundschulen 2018 zurückstehen. 2019 ist es umgekehrt. Der Medienentwicklungsplan ist zunächst als Fünf-Jahres-Plan angelegt, also bis Ende 2019. Zurzeit wird er von der Verwaltung aktualisiert, um zu klären, was ab dem Jahr 2020 geschehen soll.

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Weiterlesen: So fing alles an – zehn Punkte, die Sie zum Medienentwicklungsplan wissen sollten

Schulentwicklungsplan

Auf dem KGS-Gelände wird schon gebaut, aber nicht für einen Anbau. Zurzeit läuft die Campus-Umgestaltung. Quelle: Torsten Lippelt (Archiv)

Vorgestellt: im Juni 2018

Das steht drin: In den drei Grundschulen und in der KGS gibt es zu wenig Räume.

Aktueller Stand der Diskussion: Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe der KGS mit Vertretern von Rat und Verwaltung sowie Lehrer, Eltern und Schüler tagt bereits. Im Oktober 2021 soll mit der Erweiterung der KGS begonnen werden. Für die Erweiterung der Grundschule Hemmingen-Westerfeld soll ein Architekturbüro eine Machbarkeitsstudie erstellen. Das will der Rat am 23. Mai 2019 beschließen.

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Verkehrsentwicklungsplan

Der Verkehr quält sich über die Bundesstraße 3 in Arnum. Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)

Vorgestellt: Im November 2017.

Das steht drin: Für jeden der sieben Hemminger Stadtteile gibt es konkrete Vorschläge. Für Arnum sind das zum Beispiel zwei Kreisel auf der heutigen B3 sowie der Bau neuer Straßen am Neubaugebiet Bockstraße. Von dort soll eine neue Verbindung bis zum Hohen Holzweg führen. Auf dieser könnte auch ein Linienbus fahren und so das dortige Wohngebiet erstmals erschließen.

Aktueller Stand der Diskussion: Die Entscheidung wurde im März erneut vertagt. Die Fraktionen wollen noch diskutieren. Zwei Fachausschüsse wollen den Entwurf in einer gemeinsamen Sitzung öffentlich beraten. Es gibt jetzt einen Termin dafür: Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr.

Wer sich hierfür interessiert, den interessiert auch: Integriertes Stadtentwicklungskonzept.

Von Andreas Zimmer