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Region Hemmingen Nachrichten Deichbau: FDP fordert Aufgabe der Planungen
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00:24 18.05.2018
Braucht die Stadt einen Hochwasserschutz? Das Bild zeigt einen überfluteten Radweg zwischen Harkenbleck und Wilkenburg zu Beginn des Jahres. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

 Der Hemminger FDP-Ortsverband spricht sich gegen weitere Planungen zum Bau eines Deiches zum Schutz vor Hochwasser aus. Das teilt der Vorsitzende Markus Hofmann mit. Er weist darauf hin, dass der Ortsverband bereits 2015 die Aufgabe des Projekts gefordert hat. Damals lagen die geschätzten Kosten für das Projekt bei rund 10 Millionen Euro. Jetzt geht die Stadt von rund 20 Millionen Euro aus. 

Grund für die neuen Erkenntnisse ist eine im April präsentierte Machbarkeitsstudie. Demnach ist speziell Wilkenburg mit bis zu 40 Zentimeter höheren Wasserständen stärker von einem sogenannten HQ100 betroffen als erwartet - also von einem Hochwasser, wie es statistisch einmal in 100 Jahren vorkommt. Aber auch die Stadtteile Arnum, Harkenbleck und Hemmingen-Westerfeld wären von einem HQ100 betroffen. 

Die Stadt hat in die bisherigen Gutachten bereits rund 600 000 Euro investiert. Jetzt könne aufgrund der neuen Zahlen mit den Planungen noch ein einmal neu begonnen werden, teilt die FDP mit. Für die Partei ist dies eine „Verschwendung von Steuergeldern der Hemminger Bürger“. Dabei sei das gesamte Vorhaben nicht plausibel begründet. „Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Außerdem steht die finanzielle Beteiligung des Bundes und des Landes in den Sternen“, sagt Hofmann. Die Stadt war bei den bisherigen Planungen immer von einer Förderung des Projekts ausgegangen. 

„Die FDP Hemmingen fordert den Rat der Stadt dringend auf, die Planungen für den Deichbau sofort und vollständig einzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung. Es bestehe dafür keine Notwendigkeit, denn eine Gefahr für Leib und Leben könne selbst bei extremer Wetterlage ausgeschlossen werden. Es könne nicht die Aufgabe der Stadt sein, mit den Steuergeldern aller Bürger „für eine mögliche Wertsteigerung der Grundstücke weniger Bürger  zu sorgen“. Bestenfalls sollte ein Katastrophenschutzplan erstellt werden, um den Ängsten der Bürger Rechnung zu tragen. 

Der Rat will die Entscheidung über das weitere Verfahren in der Sitzung am 7. Juni treffen. Möglich sind drei Varianten: den Deichbau zu veranlassen, eine weitere Untersuchung und die Diskussion der Ergebnisse im Herbst oder die Erarbeitung eines Katastrophenschutzplans. 

Von Tobias Lehmann

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