Eine Arbeitsgruppe der BI will in den nächsten Wochen ein Konzept skizzieren, in das sowohl die Bedürfnisse der Bürger nach Mobilität als auch die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten aller Verkehrsmittel mit einfließen sollen. Nach Ansicht der Initiative müsse es Ziel sein zu verdeutlichen, dass durch die jetzigen Planungen auf viele jetzt schon belastete Bürger noch mehr Beeinträchtigungen zukommen. Gleichzeitig würden jedoch die Verkehrsprobleme in der Kommune „nicht annähernd gelöst“, sagte BI-Sprecher Matthias Hamann überzeugt.
In der jüngsten Zusammenkunft am Montagabend präsentierte die Initiative ein Flugblatt, das sie in den nächsten Wochen in allen Ortsteilen Hemmingens verteilen lässt. Darin sind in knapper Form Informationen zur Ortsumgehung dargelegt, verbunden mit der Forderung der BI, „dieses Straßenbauprojekt zu stoppen“, wie Hamann betonte. Weitere Informationen können Interessierte auf Anforderung bei der Initiative bekommen. Eine erneute Informationsveranstaltung kündigte Hamann für den 25. Januar 2010 an.
Um sich weiter zu formieren, hat die Bürgerinitiative wohl noch einige Zeit zur Verfügung. Nach Auskunft des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg ist die Begründung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision seiner Entscheidung noch nicht eingegangen. Das OVG hatte die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss abgewiesen.
Die Zweimonatsfrist für die Begründung sei noch nicht abgelaufen, bestätigte OVG-Sprecher Sven-Marcus Süllow. Rechtssicherheit wird es in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr geben.
von Stefan Vogt