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Nachrichten Aktionsplan soll Lärm reduzieren
Region Hemmingen Nachrichten Aktionsplan soll Lärm reduzieren
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09:26 20.04.2009
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Nach EU-Richtlinien und Lärmschutzgesetz sind die Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, sogenannte Aktionspläne zu entwickeln. Hemmingen ist deshalb dabei, weil eine Hauptverkehrsstraße durch den Ort führt, auf der jährlich mehr als sechs Millionen Fahrzeuge unterwegs sind.

Die Stadt mit der Bundesstraße 3 gehört damit zur Kategorie eins. Als erste Maßnahme hat das niedersächsische Verkehrsministerium eine Lärmkartierung vorgelegt. Diese ist im Internet unter www.umweltkarten.niedersachsen.de/laerm einzusehen. Demnach sind in Hemmingen 900 Menschen den Tag über sehr hoher Lärmbelastung ausgesetzt – nachts sind 700 Einwohner betroffen. Laut Kartierung sind 500 Wohnungen belastet, vor allem Anlieger der B 3.

Mit dem Aktionsplan bereitet die Verwaltung Möglichkeiten vor, die Belastungen zu mindern. An der B 3 ist damit allerdings eher mittel- bis langfristig zu rechnen. Erst der Bau der Umgehung und die damit einhergehende Halbierung des Lärms bringe eine Verringerung, die für Menschen überhaupt wahrnehmbar ist. Langfristig bringe auch der Ausbau des Stadtbahnnetzes nach Hemmingen Entlastung. Der Umweltausschuss wird das Konzept am Montag ab 19 Uhr im Ratssaal diskutieren. Auch in Laatzen stehen Beratungen bevor. Dort ist die gemeinsame Lärmkartierung der Stadt mit der Stadt Hannover abgeschlossen.

Die Verwaltung präsentiert dem Stadtentwicklungsausschuss am Montag, 27. April, die Ergebnisse. Danach wird die Lärmschutzplanung nach Auskunft von Stadtsprecher Matthias Brinkmann in Abstimmung mit Hannover weitergeführt. Pattensen sieht laut Sprecherin Andrea Steding zurzeit keinen Handlungsbedarf.

von Stefan Vogt