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Region Gehrden Nachrichten Ergreifende Erinnerungen an die Weltkriege
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00:17 02.12.2018
Elftklässler des Matthias-Claudius-Gymnasiums in Gehrden besuchen Soldatenfriedhof in Belgien. Quelle: Dirk Wirausky
Gehrden

 „Ergreifend“, „bewegend“ oder „es macht einen sehr nachdenklich“ – bei Anna Lena, Olivia und Johannes wirkt die einwöchige Reise zum Soldatenfriedhof im belgischen Lommel nach. Mehr als 38000 Kriegstote sind dort begraben; und jeden Morgen blickten die Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) auf die Kreuze. „Da wird einem erst das Ausmaß dieses Krieges bewusst“, gesteht Johannes, der gemeinsam mit 19 Mitschülern sowie den Lehrern Thomas Wetzel und Elisabeth Görth an einem Projekt der Deutschen Kriegsgräberfürsorge teilgenommen hat – in Zusammenarbeit mit 20 Jugendlichen der Wico Campus Saint Joseph Lommel. Untergebracht waren sie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Lommel, die sich auf dem 16 Hektar großen Gelände der Kriegsgräberstätte befindet.

Mehr als 38000 Soldaten sind im belgischen Lommel begraben. Quelle: Nele Seyfarth

Die deutsch-belgische Gruppe bereitete sich mit dem Projekt „Memory In Motion" auf die jährliche etwa 90-minütige Gedenkfeier am Volkstrauertag vor. Die Schüler aus Gehrden, die vor zwei Jahren bereits für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Gehrden gesammelt haben, und Lommel setzten sich dabei mit den Folgen des Ersten Weltkriegs auseinander. Ausgangspunkt ist dabei der Einfluss des Waffenstillstands vom 11. November 1918 auf die Geschichte und die damit verbundene Erinnerungskultur beider Länder in den vergangenen 100 Jahren. Die Bühne für diese Kreationen ist die Zeremonie am Volkstrauertag, an der unter anderem auch die Botschafter aus Deutschland, Belgien, Großbritannien und Polen teilnahmen. Die Schüler haben dort persönliche Schicksale einzelner Soldaten inszeniert, als eine Art „Nachdenktheater“ wie es Wetzel bezeichnet. „Das waren bewegende und ergreifende Momente“, sagt der MCG-Lehrer. Von der Energie, dem Einfühlungsvermögen und der Darstellung der Elftklässler war er begeistert. „Es war spannend zu beobachten, wie sie sich alles erarbeitet und dann umgesetzt haben“, meint der Geschichtslehrer. Und während dieses Prozesses seien auch die Hürden zu den belgischen Jugendlichen aufgelöst worden.

Auch eine Reise nach Brüssel gehörte zum Programm der deutschen und belgischen Schüler. Quelle: Nele Seyfahrt

Trotz des ernsten Themas waren die Jungen und Mädchen angetan von der Reise. „Die Projekte haben Spaß gemacht“, sagt beispielsweise Olivia. Und auch das Verhältnis zu den belgischen Jugendlichen war bestens. „Sie waren nett“, sagt die 16-Jährige. Die Schüler beider Länder, die sich auch die Zimmer in der Begegnungsstätte teilten, seien immer mehr zusammengewachsen, bestätigt Wetzel. Das lag möglicherweise auch an dem abwechslungsreichen Programm. Tagsüber sei konzentriert und gut in den Projekten gearbeitet worden, abends stand dann der interkulturelle Austausch auf dem Programm.

Von Dirk Wirausky

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