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Region Gehrden Nachrichten Hinter den Zäunen wird gebaut
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00:16 30.07.2017
Am östlichen Ortsrand von Leveste entsteht das Neubaugebiet "Hinter den Zäunen". Quelle: Rabenhorst
Leveste

Das Neubaugebiet „Hinter den Zäunen“ am östlichen Ortsrand von Leveste war eigentlich beschlossene Sache. Dennoch hatte der Ortsrat noch Fragen zur Umsetzung der Pläne. Außerdem hätte er sich gewünscht, dass ein Experte das Vorhaben noch einmal erläutert. Diesem Wunsch ist Bauamtsleiter Wolfgang Middelberg  in der Ortsratssitzung nachgekommen und hat Fragen zur Infrastruktur, Abwasserentsorgung und zum Regenrückhaltebecken beantwortet. Nach seinen ausführlichen Erläuterungen gab der Ortsrat grünes Licht für das Neubaugebiet.

In der Sitzung vor sechs Wochen hatte Ludwig Giesecke (CDU) zu bedenken gegeben, dass mit einem Neubaugebiet auch der Bedarf nach Kinderbetreuungsplätzen in der Ortschaft steigen werde. Schon jetzt seien beide Kindertagesstätten voll belegt. „Wir erwarten ab dem Kindergartenjahr 2018/19 15 freie 15 Krippenplätze und 17 freie Kindergartenplätze. Diese könnten durch die Kinder aus dem Neubaugebiet aufgefüllt werden“, sagte Middelberg. Die tatsächliche Entwicklung sei aber schwer einschätzbar. „Wir können ja nicht vorhersehen, wie viele Familien mit kleinen Kindern hierherziehen werden“, so Middelberg. Fest stehe jedoch, dass eine Erweiterung der vorhandenen Kindergärten nicht möglich sei. „Es gibt schlichtweg keinen Platz dafür“, fügt er hinzu.

Auch Gieseckes Bedenken bezüglich der Abwasserentsorgung konnte Middelberg entkräften. „Wir haben das Abwassernetz durch ein Ingenieurbüro prüfen lassen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es zu Problemen kommt. Es ist nicht wahrscheinlich, dass es nun regelmäßig so viel regnet wie in den vergangenen Tagen“, sagte er.

Auch bezüglich der laut Giesecke „viel zu großen“ versiegelten Fläche hatte Middelberg eine zufriedenstellende Erklärung parat. „Diese wurden zu Lasten der Grundstücke mit der Begrenzung der zulässigen bebaubaren Flächen reduziert. Nach den prozentualen Berechnungen bleibt bei einem Einfamilienhaus die Hälfte des Grundstückes frei und kann nicht überbaut oder befestigt werden“, sagte der Fachbereichsleiter.

Ein weiteres Thema war das an der Ostseite des Neubaugebietes geplante Regenrückhaltebecken. Gieskecke hatte moniert, es werde am höchsten Punkt des Gebiets angelegt und fasse nicht genug Wasser. „Es ist sicherlich nicht die beste Stelle, aber es ist zugleich eine Ausgleichsfläche und stellt mit seiner Bepflanzung die erforderliche Ortsrandbegrünung dar“, meinte der Fachmann.

Der pensionierte Gartenbauingenieur Oswald Thomas unterbreitete einen alternativen Planungsvorschlag. Seiner Meinung nach sollte das Regenrückhaltebecken im südlichen Teil des Neubaugebietes und auf der Rückseite der Grundstücke an der Osterstraße angelegt werden. „Das kann man dann auch ordentlich bepflanzen und an dieser Stelle würde es außerdem zur Verkehrsberuhigung beitragen“, meinte der Anlieger der Osterstraße. Auch mögliche Nachbarschaftsstreitigkeiten könnten so ausgeschlossen werden.

Grundsätzlich spreche nichts dagegen, meinte Middelberg. Allerdings müsste bei einer Verlegung des Regenrückhaltebeckens der Flächennutzungsplanes und der aktuellen Bebauungsplan geändert werden. Demzufolge würde in diesem Jahr nichts mehr passieren. Außerdem: Durch die erforderlichen Planänderungen würde es deutliche zeitliche Verzögerungen des seit Jahren geplanten Baus des neuen Feuerwehrgerätehauses geben. Außerdem würden auf die Stadt zusätzliche Planungskosten zukommen.

Nach Abwägen aller Fakten fand der Vorschlag von Thomas keine Zustimmung im Ortsrat. Das Gremium beschloss den Bebauungsplanes für das Neubaugebiet „Hinter den Zäunen“ einstimmig. Nun folgt eine vierwöchige Auslegung des Bebauungsplanes. Im Oktober, spätestens jedoch in der Dezembersitzung werde der Rat der Stadt Gehrden darüber beschließen. „Danach können wir sofort in die Vermarktung der künftigen Baugrundstücke einsteigen“, prognostizierte Middelberg.

Im Neubaugebiet könnten bis zu 40 Einfamilienhäuser mit Grundstücksflächen von 500 bis 650 Quadratmetern Größe entstehen. Der Preis müsse noch festgesetzt werden. Middelberg denkt dabei an einen Preis pro Quadratmeter um die 160 Euro. Möglich sei außerdem die vom Ortsrat gewünschte Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Vorstellbar wären in einem Teilbereich Zwei-bis Vierzimmerwohnungen in zweigeschossiger Bauweise.

Von Heidi Rabenhorst

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