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Nachrichten Mit Leergut für eine warme Mahlzeit
Region Gehrden Nachrichten Mit Leergut für eine warme Mahlzeit
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13:18 05.10.2018
Georg Szedlak erneuert die Infotafel für die Leergut-Spenden. Darüber freuen sich Helga Heine (links) und Annegret Quaß. Quelle: Stephan Hartung
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Gehrden

Die Hilfsinitiative Gehrdener Mittagstisch bietet einmal pro Woche eine warme Mahlzeit an – für 2,50 Euro, einem fairen Preis also. „Kostendeckend können wir aber nicht arbeiten. Wir sind immer auf Unterstützung und Spenden angewiesen“, sagt Johanna Leopold, die bei der Initiative für Organisation und Einkauf zuständig ist. Für die nächsten drei Monate sind die Spenden sicher: Georg Szedlak, Leiter des Rewe-Supermarkts in der Nordstraße, unterstützt den Gehrdener Mittagstisch. Die Pfandbons, die am Leergutautomaten in die für gute Zwecke vorgesehene Sammelbox geworfen werden, kommen dem Mittagstisch zugute. „Ich weiß nicht, wie viel Geld zusammenkommt. Aber ich kann Ihnen versprechen, dass Sie bis zum Jahresende kostendeckend arbeiten können“, sagt Szedlak.

Zuletzt unterstützte der Markt beispielsweise die Verkehrswacht oder die Feuerwehr. Nun ist der Gehrdener Mittagstisch an der Reihe – erstmals mit der Pfandbon-Aktion. Zuvor half Szedlak mit Ostersüßwaren, die nicht verkauft wurden, diese Schokoladenartikel kamen außer der Tafel auch dem Mittagstisch zugute. Was Süßes zum Dessert geht immer.

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Seit zehn Jahren gibt es den Gehrdener Mittagstisch. 16 Ehrenamtliche kümmern sich in zwei verschiedenen Teams darum, dass sozial schwächere Bürger und alleinstehende Senioren ein warmes Essen erhalten. Immer donnerstags bitten die Helfer um 12.30 Uhr im Vierständehaus zu Tisch. In Spitzenzeiten nutzen 45 Menschen, die aus Gehrden kommen oder aus umliegenden Ortsteilen abgeholt werden, dieses Angebot. Diese Zahl ist seit Jahren konstant. Konstant ist auch die Nutzergruppe. Alleinstehende Senioren sind in der Überzahl. Ursprünglich war das Angebot für Menschen aus sozial schwachem Umfeld gedacht. „Die Leute trauen sich aber nicht, weil es ihnen unangenehm ist, sich als sozial schwache Person zu zeigen“, sagte Annegret Quaß.

Von Stephan Hartung