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Nachrichten Kälte wird Dutzenden Maikäfern zum Verhängnis
Region Gehrden Nachrichten Kälte wird Dutzenden Maikäfern zum Verhängnis
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00:15 11.05.2017
Von Ingo Rodriguez
Uta Steffens aus Gehrden sammelt an kühleren Maitagen vor der Margarethenkirche bewegungsunfähig am Boden liegende Maikäfer ein und legt sie in schützenden Gebüschen wieder ab. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Weil die Insekten bei Kälte oft nahezu bewegungsunfähig zu Boden fallen, wurden etliche Tiere versehentlich tot getreten.Rund um den Eingangsbereich der Kirche sind die unschönen Spuren etlicher zertrampelter Maikäfer immer noch zu sehen.

Laut Diplom-Biologin Gisela Wicke vom Naturschutzbund (Nabu) Gehrden wurde den Insekten die Kombination von kühler Witterung, naturnaher Umgebung und plötzlicher Menschenansammlung zum Verhängnis. „Dass viele Menschen gleichzeitig aus der Kirche kommen, war Pech für die Maikäfer, weil sie bei Temperaturen von unter acht Grad Celsius vor Kälte steif werden und nicht fliehen können“, sagt Wicke. Vermutlich seien die schwerfälligen Tiere bei Flugversuchen oder Windböen von den Bäumen gefallen und vom Besucherstrom beim Verlassen der Kirche übersehen worden.

Nach Angaben der Expertin überwintern Maikäfer rund zehn Zentimeter tief im Erdreich als Engerlinge und schlüpfen nach dem letzten Verpuppungstadium Ende April als Jungkäfer. „Dann fressen sie sich in Kastanien, Buchen oder anderen großen Bäumen satt, pflanzen sich fort, legen Eier ab und sterben“, sagt die Biologin. Die Lebensdauer geschlüpfter Maikäfer beträgt laut Experten insgesamt vier bis sieben Wochen.

Für Uta Steffens aus Gehrden sind die Insekten eine Herzensangelegenheit. Sie sammelt die Käfer deshalb an kalten Maitagen vor der Kirche ein und bringt sie in Gebüschen vor unachtsamen Menschenfüßen in Sicherheit. „Ich bin doch auch ein Maikind“, sagte Steffen gestern an ihrem 72. Geburtstag.

Die Büchermeile Leveste hat am Sonntag mit einem kleinen Fest im Gemeindehaus ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Die Idee entstand während einer Kirchenvorstandssitzung im Sommer 1996. Bücher sollten zum Kilopreis von 3 Mark verkauft werden“, erzählt Helga König vom Büchermeilenteam.

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