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Nachrichten Fußballern aus den Ortsteilen von Gehrden fehlen Trainingsmöglichkeiten
Region Gehrden Nachrichten Fußballern aus den Ortsteilen von Gehrden fehlen Trainingsmöglichkeiten
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00:17 21.02.2019
Objekt der Begierde: der Kunstrasenplatz auf der Bezirkssportanlage. Sportvereine aus den Ortsteilen vermissen die Möglichkeit, ihn nutzen zu können. Quelle: Archiv
Gehrden/Everloh

 Achim Köller ist enttäuscht. Der Jugendtrainer der SG Everloh/Ditterke hat bereits im Dezember einen Brief an Bürgermeister Cord Mittendorf und die Fraktionen im Rat geschrieben. Darin hatte er auf die aus seiner Sicht katastrophale Trainingssituation der Fußballer in den Ortsteilen in Everloh und Ditterke sowie Northen und Lenthe hingewiesen. In dem Schreiben hatte Köller gefragt, wie diese Situation in Gehrden in den Winterhalbjahren gerechter organisiert werden könne. Zu seinem Bedauern: „Ich habe bisher keine Antwort von einem der Ratsmitglieder oder der Verwaltung erhalten“, sagt Köller.

Nun hat er seine Frage wiederholt und erneut einen Brief ins Rathaus geschickt. „Wie ist der Sportstättenmangel in Gehrden zu managen, um auch Spielern der in den Ortsteilen organisierten Vereine Trainingsmöglichkeiten zu ermöglichen?“, fragt Köller. Ferner hat er aufgelistet: Seit November bis Mitte Februar haben die Jugendmannschaften der SG Everloh/Ditterke 18 Trainingseinheiten improvisieren müssen. Es sei unter anderem im Soccer Center Empelde, in der Boxschule Hetmann, auf dem Behelfsparkplatz an der Lenther Linde und auf Kunstrasenplatz in Wennigsen trainiert worden. Was Köller dabei besonders ärgert: „An 13 dieser Trainingstermine war die Bezirkssportanlage mit dem Kunstrasen ungenutzt.“ Die aus Steuermitteln finanzierte Anlage stehe für Mannschaften aus den Ortsteilen mit einem realistischen Planungsvorlauf de facto nicht zur Verfügung, kritisiert der SG-Trainer. „Wir haben einen massiven Mangel an gerechtem Sportstättenmanagement in der Stadt Gehrden“, sagt er. Köller hofft nun, dass auf seine zweite Anfrage auch eine Reaktion erfolgt. „Und die Antwort würde ich gerne auf der nächsten Jahresversammlung der SG Anfang März verlesen“, sagt Köller.

Nachbarvereine können Kunstrasen kaum nutzen

Die Diskussion über die Nutzung des Kunstrasenplatzes auf der Bezirkssportanlage blitzt immer wieder auf. Alle Gehrdener Vereine hätten gerne die Möglichkeit, in der Schlechtwetterphase auf dem Kunstrasen zu trainieren. Aus Sicht der Fußballer aus den Ortsteilen ist die Vergabe von Platzzeiten nicht befriedigend geregelt worden. Mit dem SV Gehrden hat die Stadt einen Nutzungsvertrag abgeschlossen, in dem auch die Zuständigkeit über die Platzbelegung geregelt sei. Das Problem: Weil der Kunstrasen wegen der vielen Mannschaften des SV Gehrden meist ausgebucht ist, bleibt wenig Kapazität für die Nachbarvereine übrig.

Vielleicht bringt ein Antrag der CDU-Fraktion eine Lösung. Darin hatte die Union gefordert, in Gehrden eine moderne und zukunftsfeste Freizeit- und Sportinfrastruktur aufzubauen. Voraussetzung dafür ist laut CDU eine aktuelle Analyse der vorhandenen Sportmöglichkeiten. Bis zum März soll die Verwaltung eine Chancen- und Mängelliste ausarbeiten und einen groben Zeitplan entwickeln. In einem zweiten Schritt soll dann mit allen Beteiligten ein Konzept erstellt werden. Dies alles soll im Zusammenspiel mit den Sportvereinen umgesetzt werden. Dem Papier hatten im Dezember auch die anderen Fraktion zugestimmt.

 

Von Dirk Wirausky

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