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Nachrichten Wildernder Hund reißt Rehe im Gehrdener Wald
Region Gehrden Nachrichten Wildernder Hund reißt Rehe im Gehrdener Wald
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13:12 15.01.2019
Deutlicher Hinweis: Ein Großteil des Gehrdener Waldes ist Wildschongebiet. Hund müssen in diesem Bereich immer angeleint sein. Quelle: Dirk Wirausky
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Gehrden

Ärger wegen eines wildernden Hundes oder gar mehrerer wildernder Hunde im Gehrdener Wald: Laut Harald Meyer, Forst- und Feldhüter der Stadt Gehrden, habe ihn eine Bürgerin in der vergangenen Wochen darüber informiert, dass ihr Hund einen ganz frischen Knochen angebracht habe. „Ich suchte die besagte Stelle ab und bin fündig geworden“, berichtet Meyer. Es lagen an der besagten Stelle mehrere frische Halswirbel vom Rehwild. Trotz intensiver Suche habe er den Wildkörper nicht finden können.

Am vergangenen Montag sei er nun von einem befreundeten Jäger angerufen worden, der an einem Waldweg frisches Fleisch und Knochen eines Rehs gefunden habe. „Das Reh musste höchstwahrscheinlich sehr stark leiden. Es wurde angefressen, als es noch nicht tot war“, meint Meyer. Gefunden wurde das Wildtier nicht.

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Meyer ist erbost über das Verhalten. Leider passiere es immer wieder: Freilaufende Hunde seien im Wald am Gehrdener Berg unterwegs. „Ohne Einwirkungsmöglichkeit von Frauchen oder Herrchen stöbern sie Wild auf, hetzen diese Tiere oder reißen sie im Extremfall“, berichtet Meyer. Das Gefährliche: Habe ein Hund einmal ein Tier gerissen, werde er das immer wieder tun. Der Forst- und Feldhüter kündigt an, das Waldgebiet im Gehrdener Berg verstärkt zu kontrollieren. Einen ähnlichen Vorfall habe es vor mehr als zwei Jahren gegeben, erzählt Meyer. „Seitdem war es allerdings ruhig“, sagt er.

Meyer verweist auch auf die geltende Vorschrift: Im Gehrdener Wald gelte größtenteils eine ganzjährige Leinenpflicht. Der Gehrdener Wald sei bis auf einen kleinen Bereich am Berggasthaus Niedersachsen als Wildschongebiet ausgewiesen. Sollten die Hundehalter sich nicht daran halten, müssen sie damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden.

Meyer appelliert an die Hundebesitzer: „Sollte sich einmal eine Situation ergeben, in der der Hund ein Wildtier anfällt, bitte ich den Hundeführer, sich bei mir zu melden. Dann werden wir eine Lösung finden“, sagt er. Sollte jemand etwas im Wald beobachtet haben, wird er gebeten, sich mit der Stadtverwaltung, Telefon (05108) 64040, in Verbindung zu setzen. Die Sache werde vertraulich behandelt.

Von Dirk Wirausky

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