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Region Gehrden Nachrichten Weihnachtsgottesdienst: Gymnasiasten rufen zu Nächstenliebe auf
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14:14 21.12.2018
Die Elftklässler aus den beiden Religionskursen sind beim ökumenischen Gottesdienst für den Programmablauf sowie für das Backen und Verkaufen der Waffeln zuständig. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Rund 30 Elftklässer des Matthias-Claudius-Gymynasiums (MCG) sind in der Adventszeit mit gutem Beispiel vorangegangen und haben jüngeren Mitschülern eine moderne Form der Nächstenliebe vorgelebt. Beim ökumenischen Weihnachtsgottesdienst des MCG riefen die Jugendlichen in der Margarethenkirche Schülern aus dem fünften und sechsten Jahrgang nicht nur christliche Werte in Erinnerung. Sie nutzten ihre Botschaft auch, um eine Hilfsinitiative zu unterstützen.

Beim ökumenischen Weihnachtsgottesdienst hören sich die Fünft- und Sechstklässler in der Margarethenkirche die Predigt der Elftklässler an. Quelle: Ingo Rodriguez

„Wir wollen Euch in diesem Gottesdienst zeigen, was Weihnachten für uns und Euch bedeutet“, kündigten die beiden Moderatoren Nele Sell und Malte Nebel zu Beginn an. Seit mehr als zehn Jahren gestalten am MCG Jugendliche in der Vorweihnachtszeit für die Fünft- und Sechstklässler einen Gottesdienst – verbunden mit einer Aktion für einen guten Zweck. In diesem Jahr hatten der katholische Religionskurs von Lehrer Ludger Deters und der evangelische Kurs der Referendarin Carla Völkening die Initiative ergriffen und die Traditionsveranstaltung gemeinsam vorbereitet. „Die Schüler wollten eine praktische Aktion machen – auch, weil viele von ihnen Vertrauensschüler der Kinder aus den fünften und sechsten Klassen sind“, sagte Völkening.

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Malik Schrader (links) und Malte Nebel demonstrieren in einer gespielten Szene das Prinzip der Nächstenliebe. Quelle: Ingo Rodriguez

Um die Bedeutung von Weihnachten für die Schüler herauszuarbeiten, hatten die Elftklässler vor dem Gottesdienst eine Befragung durchgeführt, die jetzt als Video im Altarraum vorgeführt wurde. „Familie“, „Geschenke“, „Kirche“, „Essen“, „Lieder“, „Kekse“: das waren die meistgenannten Aspekte. Dass Weihnachten aber auch Nächstenliebe fördern soll, demonstrierten die Elftklässler einfallsreich. Nachdem sie die biblische Weihnachtsgeschichte verlesen hatten, kleideten sie die Überlieferung mit einer Schauspieleinlage in eine zeitgemäßes Gewand: Malte Nebel schlüpfte in die Rolle eines Jugendlichen, der mehreren Bettlern Kleidung und Geld schenkt und deshalb auch viel Nächstenliebe erfährt. Die Botschaft: „So wie Maria und Josef der Stall als Unterkunft angeboten wurde, sollten auch wir Gutherzigkeit vorleben. Weihnachten ist das Fest der Liebe“, fasste Nebel zusammen.

Die Schulband begleitet den Gottesdienst mit musikalischen Beiträgen. Quelle: Ingo Rodriguez

Dass die jüngeren Schüler die Botschaft verstanden hatten, zeigte sich nach einigen gemeinsam gesungenen Liedern. Erst beteiligten sich die Fünft- und Sechstklässler mit großem Eifer an einer Kollekte. Nach dem Gottesdienst hatten die Elftklässler im Gemeindehaus innerhalb von etwa 25 Minuten etwa 200 Waffeln an die Jüngeren verkauft. „Der Erlös und die Spenden gehen an die Ugandahilfe Belu, eine Organisiation, die in dem ostafrikanischen Land ehrenamtlich Schulen und Kindergärten aufbaut“, hatten die Elftklässler zuvor angekündigt.

Die Elftklässler aus den beiden Religionskursen sind beim ökumenischen Gottesdienst für den Programmablauf und die Gestaltung des Gottesdienstes, aber auch für das Backen und Verkaufen der Waffeln zuständig. Quelle: Ingo Rodriguez
Nele Sell und Malte Nebel führen beim Gottesdienst durch das Programm und bedanken sich mit Applaus bei der Referendarin Carla Völkening für ihr Engagement zur Anleitung der Elftklässler bei der Gestaltung des Gottesdienstes. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez