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Nachrichten Verkehrskonzept: BI wartet auf eine Antwort
Region Gehrden Nachrichten Verkehrskonzept: BI wartet auf eine Antwort
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15:11 25.04.2019
Kritikpunkt: Die Kreuzung am Steintor gilt als unübersichtlich. Die Stadt hat bereits angekündigt, die Verkehrssituation in diesem Bereich erneut zu prüfen. Quelle: Stephan Hartung
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Gehrden

 Die Bürgerinitiative (BI) „Wir in Gehrden“ hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der aktuellen Verkehrssituation im Stadtgebiet befasst. Nach einem Workshop Ende Februar hat sie eine mehrseitige Liste zusammengestellt, in der sie auf die Mängel aufgeführt hat, Gleichzeitig hat sie Ideen und Anregungen erarbeitet. Das ist der Verwaltung Anfang April zugestellt worden. Die Forderung der BI: ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept, das Fußgänger, Radler, Autofahrer und den Öffentlichen Personennahverkehr gleichberechtigt betrachtet. Zudem gibt es den Wunsch, dass die Stadt Gehrden eine eigene Verkehrsbehörde im Rathaus installiert.

Nach Wünschen der BI soll mehr Rücksicht auf Radfahrer genommen werden. In der Höhe der katholischen Kirche endet der Radweg wegen einer Baustelle, dennoch besagt das Verkehrsschild "Radfahrer frei". Quelle: Stephan Hartung

Eine Reaktion aus dem Rathaus ist bislang jedoch ausgeblieben. Sehr zum Leidwesen der BI, die das kürzlich bei einem Treffen auch öffentlich kritisiert hatte. Eine Stellungnahme der Stadt werde es geben, kündigte Bürgermeister Cord Mittendorf in der Ratssitzung am Mittwochabend an. „Wir sind dabei, ein entsprechendes Schreiben vorzubereiten“, sagte er. Die CDU-Fraktion wiederum wunderte sich, dass sie das Papier nicht erhalten habe – trotz Nachfrage. „Zumal wir in der Vergangenheit mehrfach Anträge zu Themen gestellt haben, die auch die BI nun behandelt hat“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker. Auch die SPD kennt die Liste nicht. Henning Harter kritisierte darüber hinaus die Verfahrensweise der BI. „Die zuletzt öffentlich geäußerte Kritik am Bürgermeister ist nicht angemessen“, sagte der SPD-Chef.

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Studentische Verkehrsstudie soll berücksichtigt werden

In diesem Zusammenhang wies BI-Vertreterin Christiane Strassmann auch auf eine Verkehrsstudie der Hildesheimer Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hin. 18 Studenten haben vor einem Jahr einen Blick auf die Verkehrssituation in Gehrden geworfen und dabei auch auf Mängel hingewiesen. Die Ergebnisse sind im November vergangenen Jahres den Politikern vorgestellt worden. „Was passiert eigentlich damit?“, wollte Strassmann wissen. Mittendorf versprach, dass einige Erkenntnisse der Studie aufgegriffen werden sollen. „Manches, was dort aufgeschrieben wurde, war uns allerdings schon bekannt“, sagte Mittendorf ohne konkret zu werden. Aus zeitlichen Gründen sei es der Verwaltung bislang aber noch nicht möglich gewesen, alle Punkte aus der Studie abzuarbeiten. Es sei geplant, die Ergebnisse in eine künftige allgemeine Planung einfließen zu lassen.

Von Dirk Wirausky