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Region Gehrden Nachrichten Unbekannte klauen Daten aus dem Gehrdener Gymnasium
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11:37 13.08.2019
Der Diebstahl geschah offenbar während der unterrichtsfreien Zeit. Quelle: privat
Gehrden

Ein ungewöhnlicher Diebstahl, der sich offenbar während der Ferien zugetragen hat, sorgt für Unruhe unter Eltern und Schülern des Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden. Unbekannte hatten sich, als die Schule eigentlich für die Öffentlichkeit nicht geöffnet war, in das Gebäude geschlichen und zwei Computer gestohlen. „Dabei wurden auch personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten, die allerdings gut gegen Missbrauch geschützt waren, entwendet“, teilte der ständige Vertreter des Schulleiters, Christian Steinert auf Nachfrage jetzt mit.

Gewaltsam eindringen mussten die Täter in die Schule offenbar nicht. Nachdem der Diebstahl am 5. August festgestellt worden war, wurden die beiden gestohlenen Computer indes schnell wieder gefunden. Sie konnten auf dem Schulgelände geortet werden. Allerdings fehlte ein Datenträger, der persönliche Informationen über Schüler und Eltern enthielt.

Betroffene nehmen an der Schulbuchausleihe teil

Nachdem das Ausmaß des Vorfalls bekannt geworden ist, habe die Schulleitung mit Personal aus allen wesentlichen Verwaltungsbereichen der Einrichtung den Sachverhalt geprüft. Dabei sei aufgefallen, dass Daten von Eltern aus einem besonders gesicherten Bereich entwendet worden seien. Der ständige Vertreter des Schulleiters hat daraufhin unverzüglich die Erziehungsberechtigten in einem Brief über den Vorfall informiert. „Es handelt sich dabei um diejenigen von Ihnen, die an der entgeltlichen Schulbuchausleihe teilhaben. Diese Daten müssen an der Schule vorgehalten werden, da es eine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren gebe“, heißt es in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. „Obwohl die Daten hier in der Schule ausreichend geschützt und verschlüsselt werden, konnten wir nicht sicherstellen, dass diese nicht zweckentfremdet werden“, heißt es in Steinerts Schreiben. Dem Vernehmen nach sind auch ehemalige Schüler betroffen.

Die Polizei sei umgehend informiert worden und die Schule habe Strafanzeige erstattet. „Neben allen betroffenen Personen ist von uns auch der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Niedersachsen über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden“, erklärt Steinert weiter. Laut dessen Einschätzung handele es sich um eine der Schule nicht „vorwerfbare Handlung“. Die mitgeteilten technischen und organisatorischen Sicherungsmaßnahmen erschienen dem Landesbeauftragten demnach angemessen. „Bei den personenbezogenen Daten handelt es sich nicht um sensitive Daten, sodass aufgrund der Verletzung kein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen anzunehmen ist“, heißt es in der Erklärung der Schule.

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