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Nachrichten Tierschutzverein wirbt mit offenem Brief für Katzenverordnung
Region Gehrden Nachrichten Tierschutzverein wirbt mit offenem Brief für Katzenverordnung
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14:13 25.03.2019
Über die Einführung einer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen berät der Rat der Stadt Gehrden am Mittwoch. Quelle: picture alliance / dpa
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Gehrden

Mit einem offenen Brief hat sich der Vorsitzende des Tierschutzvereins Barsinghausen, Ernst Wildhagen, vor der Ratssitzung am morgigen Mittwoch, 27. April, an die Mitglieder des Rates gewandt. Darin bittet er darum, die mögliche Einführung einer Katzenverordnung nicht zu verschieben. Zuletzt war der Antrag der Ratsgruppe Grüne/Linke, in Gehrden eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen einzuführen, im Fachausschuss vertagt worden, um weitere Informationen einzuholen.

Aus Sicht von Mittendorf seien bereits alle Daten und Fakten zu einer solchen Verordnung bekannt. „In Deutschland haben 800 Kommunen und in Niedersachsen bereits 101 Kommunen eine Verordnung erlassen“, schrieb er. Bisher habe es keinerlei negative Auswirkungen nach der Einführung einer solchen Verordnung gegeben, die unter anderem auch die Stadt Hannover beschlossen habe. „Gemeinsam mit Barsinghausen, Wennigsen und Springe könnten wir in der Region ein zusammenhängendes Gebiet abdecken“, erklärte Wildhagen.

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Auch würden die von der Verwaltung geschätzten Kosten in Höhe von 7500 Euro pro Jahr für die Verordnung nicht zutreffen. Es gäbe zum Entwurf ausreichend Muster, sodass die Stadt Gehrden „das Rad nicht neu erfinden“ müsse. Zudem würde sich der Tierschutzverein mit Hilfe von Landesmitteln um die Kastration von wilden Katzen kümmern. Und durch eine Kennzeichnungspflicht könnten künftig leichter die Halter der Tiere ermittelt werden, sodass die Kommune mittel- bis langfristig sogar Kosten für die Fundtiere sparen würde.

Die Einführung einer Katzenverordnung würde dem Tierschutzverein, der bereits über Jahre engagiert in Gehrden arbeite, die tägliche Arbeit sehr erleichtern, erklärte Wildhagen. Der Rat beschäftigt sich bei seiner am Mittwoch um 18.30 Uhr beginnenden Sitzung unter anderem mit diesem Thema.

 

Von Björn Franz