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Region Gehrden Nachrichten Neujahrsempfang 2020 schon im renovierten Dorfgemeinschaftshaus?
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18:00 23.06.2019
Das Dorfgemeinschaftshaus in Everloh soll modernisiert werden. Quelle: Heidi Rabenhorst
Everloh

Die Renovierung des Everloher Dorfgemeinschaftshauses (DGH) war das bestimmende Thema der Juni-Sitzung des Ortsrats. Dass das denkmalgeschützte Gebäude an der Harenberger Straße saniert werden muss, ist schon seit Jahren bekannt. Zwar ist die mehr als 150 Jahre alte Schule immer wieder modernisiert worden, doch nun muss unter anderem das Dach dringend erneuert werden. Schon unter dem ehemaligen Stadtdirektor Hans Bildhauer waren dafür 1999 140.000 DM in den Haushalt eingestellt worden, mittlerweile sind es 200.000 Euro. „Dieses Geld ist immer wieder fortgeschrieben worden, das ist aber kein Automatismus“, sagt Cordt Bartels, der Mitte Mai von der Stadt Gehrden den Auftrag für die Sanierung des Gebäudes erhalten hat. Mit dem Everloher Architekten, der seit 2016 auch dem Ortsrat angehört, hat das Gremium einen Mann vom Fach an der Hand.

Sicherheit hat Vorrang

Insbesondere der Zustand der Bausubstanz aber auch Aspekte des Wärmeschutzes, der Sicherheit, der Barrierefreiheit und der Verschönerung seien untersucht und in einem anschließenden Gutachten bewertet worden. Die Maßnahmen erfolgen nach einer Prioritätenliste. An oberster Stelle stehen die sicherheitsrelevante Sanierung, die Gebäudeinstandhaltung und die Barrierefreiheit. „Einen großen, aber alternativlosen Eingriff in das Gebäude erfordert der desolate Zustand der elektrischen Installation“, so Bartels. Die fortschreitende Substanzgefährdung durch eindringende Feuchte setze dem Gebäude sichtbar zu. Eine Sanierung des Daches und eine Trockenlegung des Sockels seien daher dringend erforderlich, damit nicht noch mehr Schaden entsteht, der dann noch mehr Kosten verursacht. „Außerdem entsprechen die fehlende Barrierefreiheit und der Zustand der Sanitäranlagen nicht mehr dem allgemeinen Anspruch eines öffentlich zugänglichen Gebäudes und werden von den Nutzern daher schon lange bemängelt“, fügte der Architekt hinzu. Diesem Punkt sei ein sehr hoher Stellenwert beigemessen worden. Details wie die Erneuerung der veralteten Küche zählen als Verschönerung und stehen nicht an vorderster Stelle.

Zugewachsen und falsch geparkt

Bei der ersten Ortsbegehung unter Ortsbürgermeisterin Gisela Wicke stachen den rund 30 Teilnehmern vor allem Nachlässigkeiten bei der Pflege der Grünflächen und Ordnungswidrigkeiten ins Auge. Zugewachsene Straßenlaternen ärgerten die Bürger. Auch die teilweise mit tiefen Schlaglöchern versehenen Straßen sind ein Ärgernis. Ebenfalls zur Sprache kam wieder die Parksituation in der Straße Am Sonnenhang. „Wenn die Autos an der Straße parken, ist für Einsatzfahrzeuge kein Durchkommen mehr. Ich habe das kürzlich selbst erlebt“, bemängelte die stellvertretende Everloher Ortsbrandmeisterin Anna-Lena Bier. Frank Petzold erläuterte, dass in der Straße Hinter dem Hagen parkende Autos die Böschung beschädigen. Heiko Reverey wies auf die Gefahren für Radfahrer hin, die teilweise den extrem schmalen Bürgersteig entlang der Harenberger Straße befahren. „Hier wird von den wenigsten Fahrzeugführern Tempo 30 eingehalten“, sagte der Landwirt. Die stellvertretende Bauamtsleiterin Beate Küchemann berichtete, dass die Region am Ortseingang Everloh aus Richtung Northen kommend, eine kleine Verkehrsinsel plane, um den Radfahrverkehr sicherer zu machen. Ein weiteres Thema war das von der Stadt Gehrden beschlossene Anlegen von Blühstreifen. Diesbezüglich gibt es noch keine Einigung unter den Ortsratsmitgliedern. „Da herrscht noch Beratungsbedarf. Aber ich bin mir sicher, dass wir eine gute Lösung finden werden“, sagte Wicke optimistisch. Es gebe im Ort genügend öffentliche Flächen. hr

Eigenleistung gewünscht

Die Ausschreibungsfrist für die Arbeiten endete am 17. Juni. Mit einem Ergebnis ist in der dritten Juliwoche zur rechnen. Dieses will der Ortsrat den Bürgern bei einem Treffen im DGH dann mitteilen. „Voraussichtlich sollen die Renovierungsarbeiten am 19. August beginnen. Dann können wir auch den Zeitplan der Maßnahmen absehen und einen Termin festlegen, an dem die Bürger sich mit sogenannter Manpower beteiligen können“, sagte Bartels. Es könne eine Menge Geld gespart werden, wenn beispielsweise das Entfernen des Fußbodens und der Holzverkleidung in Eigenleistung geschehen könnte. Wage angedacht sei für diese Arbeiten der 24. August. Bartels hofft, dass alles planmäßig über die Bühne geht. „Wir müssen uns beeilen. Auch das Dach wird komplett saniert und dafür brauchen wir gutes Wetter“, so Bartels.

Bei der Begehung des Dachgeschosses stellten Jan Garberding von der Stadt Gehrden (von links), Architekt Cordt Bartels und Denkmalpfleger Manfred Kohler erhebliche Mängel fest. Quelle: Heidi Rabenhorst

Der Ortsrat zieht um

Während der geplanten Baumaßnahmen finden die Ortsratssitzungen im benachbarten Feuerwehrgerätehaus statt. Die Gymnastiksparte kann im Sportheim der SG Everloh-Ditterke turnen und die Teilnehmer des Klönfrühstücks können für die monatlichen Treffen ins Lenther Gemeindehaus ausweichen. „Wir hoffen, dass wir den Neujahrsempfang am 26. Januar 2020 dann schon im renovierten DGH feiern können“, stellt Ortsbürgermeisterin Gisela Wicke in Aussicht.

Von Heidi Rabenhorst

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