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Region Gehrden Nachrichten Mit Seilspringen das Herz trainieren
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17:13 10.01.2019
Die neunjährigen Oscar (von links), Lorenzo und Jermaine trainieren am liebsten zusammen. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Gehrden

Großer Andrang in der Sporthalle Am Castrum: Die Grundschüler und zahlreiche Eltern wollten die Vorstellung der Seilspringer nicht verpassen. Im Mittelpunkt standen die Drittklässler. Sie hatten an dem Projekt „Skipping Hearts“ teilgenommen und dabei von der Workshopleiterin Deborah Bilverstone zahlreiche Sprungvariationen mit dem bunten Sportgerät gelernt und geübt. Das Training wird von der Deutschen Herzstiftung veranstaltet, um den Alltag der Kinder wieder sportlicher zu gestalten.

Hintergrund des Projekts ist das veränderte Freizeitverhalten der Kinder. Früher ging es nach der Schule sofort auf den Bolzplatz oder auf das Fahrrad, heute sitzen viele Schüler stundenlang vor dem Smartphone oder dem Computer. Eine Folge des Bewegungsmangels ist laut der Deutschen Herzstiftung ein Übergewicht bei Kindern. Mit dem Präventionsprojekt „Skipping Hearts“ besuchen die Trainer schon seit 12 Jahren Schulen und haben bereits mehr als 500 000 Kindern das gesunde Herztraining näher gebracht.

Die achtjährige Elisabeth hat eine schwierige Übung erfolgreich absolviert. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Die Drittklässler behandeln im Sportunterricht bei Matthias Willms das Thema Jump Style. Daher hatte sich der Lehrer besonders über die Zusage zu dem Projekt gefreut. „Für die Kinder ist der Unterricht eine gelungene Abwechslung und wir Lehrkräfte können uns Anregungen abholen“, sagte Willms. Zu Beginn der Stunde kamen die langen blauen und schwarzen Seile zum Einsatz, da die Schüler zu zweit oder zu dritt Seilspringen sollten. In einer Ecke der Turnhalle konzentrierten sich die neunjährigen Oscar, Lorenzo und Jermaine und versuchten so viele Sprünge wie möglich zu schaffen. Normalerweise spielen die Jungs lieber Fußball, doch in der Gruppe machte es ihnen trotzdem sehr viel Spaß. „Wahrscheinlich werde ich in den Pausen das Springseil mal in die Hand nehmen“, erzählte Lorenzo.

Mehr als 50 Schüler und Eltern verfolgen die Show der Seilspringer in der Turnhalle. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Bei dem Kurs trainierten die 28 Kinder die sportliche Form des Seilspringens, das sogenannte „Rope Skipping“, und lernten sechs verschiedene Sprungvariationen. „Bei den Übungen werden die Konzentration, Ausdauer und Koordination geschult“, sagt Bilverstone.

Nach einigen Gruppenübungen nahm sich jedes Kind ein eigenes Seil und Bilverstone zeigte nacheinander verschiedene Sprungvarianten. Auch wenn es bei einigen Schülern noch nicht auf Anhieb klappte, waren sie durch die Tipps und Anregungen der Trainerin dauerhaft motiviert. „Ihr müsst nicht jede Übung sofort gut können, lasst euch Zeit“, betonte die Ergotherapeutin aus Pattensen immer wieder.

Die jungen Teilnehmer lernten schnell. Die achtjährige Elisabeth zeigte zum Abschluss des Projekts vor mehr als 50 Zuschauern einen schwierigen Sprung, bei dem sie das Seil kreuzen musste. „Zu Hause springe ich oft Seil, trotzdem bin ich heute aufgeregt“, gab Elisabeth zu. Doch die Übung klappte bestens. Nicht nur Elisabeth, auch alle anderen Mädchen und Jungen begeisterten das Publikum; und bei den anschließenden Partner- und Gruppenübungen gab es tosenden Applaus für die Seilspringer. „Die Kinder waren motiviert und hatten viel Spaß“, sagte die Trainerin erfreut.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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