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Nachrichten Kunstverein zeigt Werke von Anna Eisermann
Region Gehrden Nachrichten Kunstverein zeigt Werke von Anna Eisermann
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12:18 24.06.2019
Die Werke von Anna Eisermann (links) werden im Rathaus Gehrden gezeigt. Kunsthistoriker Michael Stoeber (rechts) eröffnete die Ausstellung des Kunstvereins Gehrden. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Gehrden

Im Rathaus Gehrden hat der Kunstverein eine neue Ausstellung eröffnet. Die hannoversche Künstlerin Anna Eisermann präsentiert ihre Werke bis zum 7. Juli im Saal und im Foyer. Am Freitag, 28. Juni und 5. Juli, findet jeweils von 17 bis 18 Uhr ein Künstlergespräch statt.

Überraschende Formen

In den Werken experimentiert Eisermann mit textilen Elementen wie bunten Fäden und Pelz, montiert diese zu eigenwilligen, surrealistisch anmutenden Mustern oder kombiniert Textilstücke mit Malerei auf Leinwand. Manche Bilder werden durch Gebilde aus Stoff, Schaumstoff, Polster und Teppichen erweitert.

Anna Eisermann experimentiert mit textilen Stoffen und montiert diese zu eigenwilligen surrealistischen Formen. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Im Frühjahr hat Angelika Salfeld, die Vorsitzende des Kunstvereins, die Künstlerin in ihrem Atelier in Hannover besucht und war „überrascht von den Ideen und den Formen“. „In den Arbeiten werden Gegenstände und Stoffe verwendet, die jeder kennt, und Anna hat es geschafft, eine neue Bildstruktur zu erschaffen“, erklärte Salfeld in ihrer Begrüßung.

Erinnerung an die Heimat

Eisermann ist 1980 auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim geboren. Als Kind habe sie manchmal bei ihrer Oma geschlafen und auf die großen Teppiche an der Wand geschaut, erzählt sie. „In der Dämmerung hatte ich immer das Gefühl, dass der Teppich eine 3D-Tiefe besitzt“, sagte Eisermann. Und mit dem Werk „Die Rückabwicklung“ wollte sie diese Ansicht realisieren.

Kunsthistoriker Michael Stoeber führte in die Ausstellung von Anna Eisermann ein. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Der gelbe, industriell hergestellte Teppich gehörte ihrer Oma. Die Künstlerin hat auf dem Teppich verschiedene Formen montiert und aus einem Kegel hängen lange gelbe Schnüre heraus. Eisermann möchte den Gästen keine Interpretation aufzwängen – jeder solle seine eigenen Gefühle mit dem Werk verbinden. Auch ihre eigene Interpretation beginnt erst, wenn das Bild vollendet ist. „Zuerst habe ich die Idee, und danach kommt die Erklärung“, sagt sie.

Traditionell und abstrakt

Mit 21 Jahren ist Eisermann nach Deutschland gekommen, vorher absolvierte sie ein Kunststudium in ihrer Heimat. An der Kunsthochschule Kiel studierte sie Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt freie Malerei. „Die Ansätze der Studiengänge spiegeln sich in den Arbeiten wieder“, betonte Kunsthistoriker Michael Stoeber. Das Studium in der Ukraine sei sehr traditionell und streng ausgelegt, wohingegen in Deutschland viel Wert auf die Entwicklung eigener Ideen und Stilrichtungen gelegt werde.

Der Kunstkritiker und Kunsthistoriker kennt Eisermann schon seit längerer Zeit und stellte in Gehrden die Arbeiten der Künstlerin vor. Stoeber zufolge produziert die dargestellte Symmetrie ein Gefühl der Ruhe bei dem Betrachter. „Schauen Sie auf die Arbeiten und entdecken Sie Ihr inneres Selbst“, empfiehlt der Kunsthistoriker.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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