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Region Gehrden Nachrichten Hinter dem Rathaus entstehen Parkplätze für Carsharing
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00:16 05.01.2019
Auf der Fläche eines abgerissenen Gebäudeanbaus hinter dem Rathaus sollen neue Parkplätze für stündlich buchbare Gemeinschaftsautos eingerichtet werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Völlig neue Autos, die Bürgern aus dem Stadtgebiet nachmittags und abends stundenweise und kostengünstig als Mietwagen zur Verfügung stehen: „Carsharing“ nennt sich dieses Modell, das im nächsten Jahr auch in Gehrden eingeführt wird. Hinter dem Rathaus hat die Stadt den Anbau eines leer stehenden Wohnhauses abreißen lassen, um neue Parkplätze für die Gemeinschaftsautos einzurichten. „Es sollen dort in Zukunft bis zu fünf der buchbaren Autos stehen“, sagt Bürgermeister Cord Mittendorf.

Zu den Zielen des Carsharing gehört der Umweltschutz. „Durch gemeinsam genutzte Fahrzeuge wird unnötig hoher Co2-Ausstoß vermieden“, weiß Mittendorf. Gewünscht ist es aber auch, mit einer Reduzierung von Privatfahrzeugen im öffentlichen Raum Platz zu sparen. „Deshalb richten wir neue Stellflächen für die Wagen ein, um den stark beanspruchten Parkraum nicht noch mehr zu belasten“, sagt der Bürgermeister.

Die Stadt hatte des zuletzt leer stehende Wohngebäude neben dem Rathaus vor etwa zwei Jahren extra für rund 50.000 Euro erworben, um sich das Nachbargrundstück an der Hüttenstraße als mögliche Erweiterungsfläche für kommunale Nutzungen zu sichern. Der Eigentümer sei 2016 gestorben und die Erbin habe verkaufen wollen, erzählt Mittendorf. Für die Stadt hat sich der Ankauf des baufälligen Fachwerkhauses ohne Denkmalschutz als Investition in die Zukunft erwiesen. Denn: Carsharing erfreut sich in Großstädten längst steigender Beliebtheit – nicht nur wegen klimafreundlicher Aspekte. Für Privatleute bringt das Modell viele Vorteile mit sich: Keine Anschaffungskosten für ein eigenes Auto, keine Ausgaben für Steuer, Versicherung, Instandhaltung und Fahrzeugpflege.

In Gehrden sollen die Gemeinschaftsfahrzeuge schon in der ersten Hälfte des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. An dem Modell sind mehrere Kooperationspartner beteiligt. Denn: „In kleineren Kommunen scheitert Carsharing häufig an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase“, erläutert Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. Neben der Region beteiligen sich deshalb auch die Klinikum Region Hannover Service-Gesellschaft mbH sowie die Kommunen Burgwedel, Gehrden, Neustadt und Springe an dem Projekt. Eingesetzt werden 13 Fahrzeuge an acht Standorten in vier Städten. Die Deutsche Bahn Connect hat nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag als Anbieter erhalten. Damit es sich für das Unternehmen wirtschaftlich lohnt, sollen die Autos in kommunale und betriebliche Fuhrparks integriert werden. Die Kommunen und das Klinikum sind feste Ankerkunden, denen die Autos während der Dienstzeiten exklusiv zur Verfügung stehen. Abends und am Wochenende können alle Einwohner die Autos nutzen. Sie zahlen ihre jeweiligen Fahrten entsprechend einer Preisliste.

Von Ingo Rodriguez

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